Hacker haben es jetzt erstmals geschafft, die Bindung des iPhone an SIM-Karten von AT&T komplett zu umgehen. Bisher war es lediglich gelungen, das Gerät für den Gebrauch als WLAN-Surfgerät und iPod freischalten zu lassen.

Mit einer per SIM-Cloning bearbeiteten Karte lassen sich alle wesentlichen Mobiltelefonfunktionen nutzen. Benötigt werden ein Kartenlesegerät zum Auslesen verschiedener Daten einer fremden SIM-Karte, verschiedene Software-Tools und eine passende leere SIM-Karte.

Mit dem Lesegerät und speziellen Programmen werden die Daten der SIM-Karte des fremden Providers ausgelesen und in die leere Karte eingespielt. Bei den Daten handelt es sich um die Identifikationsnummer des Teilnehmers, die Identifikationsnummer der SIM-Karte und den eigentlich geheimen Schlüssel der Karte.

Danach können mit der auf diese Weise geklonten Karte Anrufe empfangen und initiiert sowie Kurznachrichten gesendet und empfangen werden. Lediglich Visual Voicemail bleibt auf das AT&T-Netz beschränkt. Bisher konnten Hacker das iPhone mit fremder Karte nur nutzen, ohne Daten übermitteln zu müssen.

Gegen Apple wurde zudem eine Patentklage wegen des iPhones eingereicht. Das in Florida ansässige Unternehmen SP Technologies (SPT) behauptet, dass das Patent des Touchscreen-Keyboard des iPhone 2004 bereits an sie vergeben wurde. Das Unternehmen fordert Zahlungen für jedes bereits verkaufte iPhone und ein Verbot für Apple, diese Technik weiterhin zu nutzen. SPT behauptet, Apple hätte den Patentmissbrauch absichtlich begangen. Die Klage wurde in Tyler, Texas, eingereicht, wo bereits zahlreiche Patentklagen zugunsten der Kläger entschieden wurden.


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