|
Donnerstag, 28. Juni 2007 |
Tristan
Nitot, President Mozilla Europe, ist überzeugt, dass Microsoft und
Adobe mit Ankündigungen der Technologien AIR und Silverlight so etwas
wie die Übernahme des Web im Sinn haben. Er sieht dadurch die bunte
Artenvielfalt im Internet gefährdet.
Tristan Nitot ist President von Mozilla Europe und
arbeitete schon zu Netscape-Zeiten an dem Produkt. Nach der Aufgabe von
Netscape durch AOL hat er 21 Monate lang ohne Bezahlung an dem Projekt
weitergearbeitet. Sorgen um seinen Arbeitgeber braucht sich der
Programmierer heute keine mehr zu machen. So hat der
Open-Source-Browser der Mozilla Foundation im Geschäftsjahr 2005 über
52 Millionen Dollar eingespielt.
silicon.de: Firefox hat in den letzten Jahren eine beachtliche Verbreitung erreicht. Was könnte den Erfolg des Browsers noch stoppen?
Nitot: In der jüngsten Vergangenheit gab es
Techonologieankündigen von Microsoft und Adobe. Bei Microsoft ist es
Silverlight und bei Adobe heißt das Produkt AIR (Adobe Integrated
Runtime). Das Ziel dieser Technologien ist im Grunde, das Web mehr oder
weniger zu ersetzen. Adobe und Microsoft geben das nicht offen zu, ganz
klar. Denn die Menschen würden so eine Strategie nie akzeptieren. Aber
wir glauben, dass diese Technologiekonzerne ein ganz bestimmtes Ziel
verfolgen.
silicon.de: Können sie erklären, wie diese Strategie aussieht?
Nitot: Sie bieten Tools an, vor allem, um
Entwickler auf ihre Seite zu bringen. Sie präsentieren großartige Demos
und versuchen so bei den Entwicklern zu erreichen, dass sie Inhalte
aufwerten und diese dann entweder über Adobe-Technologie oder mit
Silverlight veröffentlichen.
silicon.de: Was kann die Mozilla Foundation dem entgegensetzen?
Nitot: Wir haben einen völlig anderen Ansatz. Wir
sind Web-zentriert, wir vertreten das offene Web, offene Standards und
auch Open-Source-Software. Man kann diese offene Strategie im Web
jedoch auch mit Closed-Source-Software verfolgen. Opera und Safari sind
proprietäre Browser, die für das offene Web gemacht sind.
silicon.de: Glauben Sie wirklich, dass Microsoft
oder Adobe tatsächlich in der Lage sind, über proprietäre Produkte und
Web-Technologien offene Dienste wie Wikipedia zu verdrängen?
Nitot: Die Schönheit des Webs entstammt vor allem
der Tatsache, dass es niemand völlig kontrolliert. Der Nutzer ist
gefragt. So kann er zum Beispiel einen anderen Browser verwenden um ein
anderes Feature zu bekommen. Mit Firefox kann er sich sogar
Erweiterungen, die ihm sinnvoll erscheinen, selbst schreiben. Ein
Beispiel ist RSS (Really Simple Syndication). Ich habe es zum ersten
Mal 1998 eingesetzt. Man kann sich die Inhalte selbst zusammenbauen.
Neun Jahre später hat sich dieses Feature natürlich verbessert, aber im
Grunde ist es noch immer das gleiche.
silicon.de: Silverlight und Adobes AIR gefährden diese Technologien oder die Evolution solcher Features?
Nitot: Bei RSS handelt es sich in erster Linie um
XML-Dokumente, die auf HTTP aufsetzen. Das ist auch die Grundlage für
das Web. Vor etwa zehn Jahren gab es für Netscape das Bedürfnis für
eine derartige Technologie im Netscape-Portal, und so wurde RSS,
basierend auf XML, als eine neue Spezifikation entwickelt, und die
Leute haben es verwendet. Damit kam sozusagen eine neue Schicht in den
Web-Stack. Packt man das jetzt in den Kontext
Microsoft/Silverlight-Adobe/AIR, müsste man für eine solche Entwicklung
zuerst bei Microsoft oder einem anderen Hersteller anfragen, etwas
dafür zu tun. Man könnte dann also nicht einfach sein Schicksal in die
Hand nehmen und einfach das entwickeln, was man auch braucht.
silicon.de: Es herrscht unter einigen Analysten die
Meinung vor, dass Microsoft mehr oder weniger alle interessanten
Technologien, die sich im Web in den vergangenen Jahren entwickelt
haben, verschlafen hat.
Nitot: Absolut. Nun versucht das Unternehmen eben
wieder ein Stück Kontrolle zurück zu bekommen. Wir wehren uns natürlich
dagegen. Aber das Problem ist, dass das Web ein Stack verschiedener
Tools ist. HTTP, CSS, das URL-Konzept oder JavaScript, um nur einige zu
nennen. Aber das ist alles nicht perfekt. So wie Ajax, das ist auch ein
bisschen chaotisch, wenn man so will. Das kommt auch daher, weil wir
eben versuchen, Dinge zusammenzubringen, die ursprünglich nicht dazu
gedacht waren, zusammenzuarbeiten. Vorteil ist jedoch, dass man eine
große Masse an Dokumenten hat, die mit diesen Technologien gebaut sind.
Und es sind auch sehr viele Menschen, die wissen, wie man diese
Technologien nutzt und sie zusammenbauen kann.
silicon.de: Microsoft hat im Zweifelsfall also gute Chancen, die monopolistischen Bestrebungen, von denen Sie sprechen, umzusetzen? Nitot: Microsoft und
Adobe investieren viel Geld, Zeit und Energie, um Tools wie
Silverlight, AIR oder Flex zu propagieren - eben mit dem Ziel,
Kontrolle genau über diesen fragmentierten Teil des Netzes zu bekommen.
Microsoft ist gut darin, Entwickler anzusprechen und Tools zu bauen.
Beispiele sind Dotnet und Visual Studio, vor dieser Ära war es Visual
Basic. Das Unternehmen hat eine lange Tradition, Entwickler mit Tools
zu versorgen und sie damit an eine Plattform zu binden. Die
Monopolstellung Microsofts mit Windows und Office und die daraus
resultierenden hohen Preise belegen das. Solange man damit alleine ist,
mag das OK sein. Die Dynamik in einem Netz aber ist eine ganz andere.
Daher wollen wir bei Mozilla Offenheit.
silicon.de: Und das reicht für Mozillas Überleben aus?
Nitot: Tatsache ist, dass inzwischen mehr als eine
Milliarde Nutzer im Internet unterwegs sind. Sie können sich
vorstellen, wenn sie als Unternehmen etwa 10 Prozent der Erfahrung mit
dem Web kontrollieren, dann bedeutet das eine große Menge Geld. Die
Frage, die sich hier stellt, ist: Sollen die Menschen eine Abhängigkeit
in der Zukunft gegen eine sofort verfügbare Bequemlichkeit eintauschen?
silicon.de: Können Sie uns einen Beleg für einen Tausch dieser Art nennen?
Nitot: Ein Beispiel ist Südkorea. Die Regierung
legte fest, dass jede Transaktion zwischen Bürger und Administration
und auch zwischen Verbraucher und kommerziellen Webseiten verschlüsselt
erfolgen muss. SSL 128-Bit (Secure Socket Layer) war zu diesem
Zeitpunkt noch unter Embargo und man entschied sich für eine
Verschlüsselung über ActiveX, die nicht mit dem SSL-Standard kompatibel
war. Wer also heute effektiv mit dem Web in Südkorea arbeiten will,
muss ActiveX einsetzen. Ohne Internet Explorer (IE) 6 lassen sich daher
heute diese Seiten nicht mehr richtig aufrufen. Und weil die
ActiveX-Implementierung in IE 7 völlig anders ist, werden die Seiten
nicht mehr richtig dargestellt. Microsoft musste also der gesamten
koreanischen Bevölkerung erklären, nicht auf Vista zu migrieren, wenn
sie einen Browser verwenden wollen.
Das Thema ist aber für Unternehmen dasselbe. Dadurch, dass Microsoft
einige Anwendungen mit dem Browser einschränkt, wächst auch das
Internet mit dem Client zusammen. Mit offenen Strukturen ist man aber
vom Betriebssystem unabhängig. So kann man beispielsweise ohne Probleme
Google Maps mit einem Linux-Rechner verwenden. Viele Unternehmen haben
ebenfalls ActiveX-Technologien eingesetzt, stoßen nun aber an ein eine
Grenze. Sie sind nicht mehr flexibel. Ich hoffe, dass gerade
Unternehmen aus Beispielen wie dem aus Korea eine Lehre ziehen.
silicon.de: Konnte Mozilla hier bereits ein Stück Freiheit erkämpfen?
Nitot: Microsoft hat die Verbesserungen im IE 7
deswegen gemacht, weil der Firefox Microsoft unter Druck gesetzt hat.
Daher wollen wir zusammen mit Safari und Opera die Marktanteile
gegenüber dem IE ausbauen. In der Vergangenheit, als es praktisch nur
einen gab, waren die Seiten dafür ausgelegt, nur mit einem einzigen
Browser zu arbeiten. Mit Firefox mussten die Entwickler umdenken, dass
sie nicht nur für den IE kodieren, sondern Standards einhalten.
silicon.de: Gibt es bei Mozilla eine definierte
Strategie, mit der Microsofts Absichten vor allem auf Ebene der
Unternehmen durchkreuzt werden sollen? Nitot: Wir setzen auf Erziehung.
Wir wollen das Bewusstsein der Anwender auf eine langfristige
Betrachtung lenken. Wir wollen, dass die Menschen wissen, dass sie ihre
Freiheit aufgeben, und dass es auch wenn es im ersten Moment schwerer
scheint, mit offenen Produkten zu arbeiten, im Endeffekt langfristig
praktikabler ist. Es gibt von Seiten der Entwickler berechtigte
Forderungen nach Funktionen, die das Web derzeit nicht bieten kann.
Selbst Seiten wie Youtube nutzt Flash auf jeder Seite des Portals und
das eigentlich nur deshalb, weil man damit Video machen kann. Derzeit
ist Flash die einzige Möglichkeit, Video im Browser zu machen.
Wir sehen, dass sich HTML und das Web weiterentwickeln müssen, um
mit den neuen Anforderungen Schritt halten zu können, die derzeit von
proprietären Technologien wie Flash und Silverlight angeboten werden.
Wir arbeiten derzeit an einem Browser, es ist nicht direkt Firefox, der
auch Video mit einbindet, sodass sich hier auch Video mit Support für
Ogg Theora
realisieren lässt. Es gibt sogar Möglichkeiten, den IE damit kompatibel
zu machen. Aber wir wollen nicht der einzige Browser sein, der das
unterstützt. Das ganze muss offen sein. Daher arbeiten wir mit Gruppen
wie der WHAT Working Group, eine Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortiums (W3C).
Wir wollen zusammen mit Opera und Apple und anderen Gruppen die
Evolution von HTML definieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer
Strategie ist auch Ajax (Asynchronous JavaScript and XML). So wird hier
beispielsweise XML Http Request verwendet. Eigentlich eine Erfindung
von Microsoft. Mozilla und Safari haben das implementiert, indem sie
ein Reverse-Engineering der Funktionalität gemacht haben. Aber es gibt
bislang kein Stück Papier, auf dem steht, dass sich ein Browser, der XML Http Request
nutzt, auf diese oder jene Weise verhalten soll. Von Microsoft gibt es
dazu sozusagen nur ein Beispiel, wie sich ein Browser verhält, wenn er
eine bestimmte Eingabe erhält.
silicon.de: Sie arbeiten also nicht direkt am
Produkt oder an einer Erweiterung, sondern versuchen über Standards und
Interoperabilität zu punkten?
Nitot: Wir versuchen derzeit, den Standard zu
erweitern, wenn man so will. Sobald die Spezifikationen verabschiedet
sind, werden wir sie in unser Produkt übernehmen.
silicon.de: Gibt es darüber hinaus auch weiterführende Pläne für den Firefox?
Nitot: Wir wollen Ende November die Version 3.0 des
Firefox fertigstellen. Wie das Beispiel von Vista lehrt, ist es jedoch
nicht so einfach, Software termingerecht fertigzustellen. Sollten also
unerwartete Probleme auftauchen, dann werden wir das Release
verschieben. Wir haben keinen Druck, eine neue Version auf den Markt zu
bringen, daher ist uns eine gute Nutzererfahrung wichtiger als eine
schnelle Veröffentlichung. Derzeit sind wir noch nicht in der
Beta-Phase, die soll wohl Ende Juli starten.
silicon.de: Welche neuen Features wird es geben?
Nitot: 'Places' fällt mir da spontan ein. Im Grunde
ist das eine Überarbeitung der Bookmark-Architektur und verbessert die
Default-Einstellungen. Dann arbeiten wir an einer Verbesserung der
Sicherheit. Eine bessere Detection für Malware und auch
Anti-Phishing-Funktionen sollen hinzukommen. Daneben wird Firefox jede
Menge Video-Funktionen bekommen und auch Verbesserungen der Grafik sind
vorgesehen. Nicht zu vergessen, dass wir auch an der Performance des
Browser feilen. Auch die Schnittstellen für Entwickler, die
Erweiterungen programmieren wollen, sollen vereinfacht werden.
silicon.de: Sie bieten ein 'Grundgerüst' an, das
sich jeder Nutzer nach seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen
über die 'Extentions' gestalten kann. Sind sie mit dieser Architektur
glücklich?
Nitot: Oh, ja, sehr sogar. Zunächst erschien es uns
irgendwie widersprüchlich, ein Produkt besser zu machen, indem man
etwas weg nimmt. Aber Netscape war einfach mit Funktionen überfrachtet,
die teilweise nur von 2000 Usern verwendet, vom Rest aber nicht
wahrgenommen wurden. So können wir auch die Usability des Browsers
testen. Wir schauen uns an, welche Extensions verwendet werden. Manche
fließen dann auch in das Kernprodukt ein.
silicon.de: Wie sieht ihr Geschäftsmodell aus?
Nitot: Als wir angefangen haben, hatten wir
keinerlei Business-Modell. Inzwischen vermarkten wir das Suchfenster,
die oben rechts am Rand des Browsers zu finden ist, an Suchmaschinen.
Im Geschäftsjahr 2005 haben wird damit 52,8 Millionen Dollar
erwirtschaftet. Die Betreiber von Suchmaschinen bezahlen dafür, hier
gelistet zu werden. Wir müssen natürlich darauf achten, dass die Liste
nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang wird.
silicon.de: Hat auch Google dafür bezahlt, in dem Fenster gelistet zu werden?
Nitot: Google ist ein sehr wichtiger Partner für uns.
silicon.de: Glauben sie, dass das Engagement Googles bei Mozilla Teil einer gegen Microsoft gerichteten Strategie ist?
Nitot: (lacht) Das müssen sie Google selbst fragen. CDX | Netzwerk Service | Computer Service | Apple Nürnberg | Apple Fürth | Apple Garantie
|
|
|
Dienstag, 26. Juni 2007 |
Auf die Frage, ob er sich künftige Kooperationen
zwischen den beiden Unternehmen vorstellen könne, holte Schmidt sein
iPhone hervor. "Das iPhone ist ein leistungsstarkes Gerät und
insbesondere für Google-Anwendungen wie geschaffen. Sie können mit
weitere Ankündigungen über unsere Zusammenarbeit rechnen", sagte er.
Am 20. Juni hatte Apple angekündigt dass das iPhone einen Youtube-Player enthalten wird. Das Online-Video-Portal YouTube gehört mittlerweile zu Google.
Das iPhone, das Ende Juni in den USA herauskommt, hat zudem bereits
Googles Such- und Landkartenfunktion komplett integriert.
Googles Vertrauen in das iPhone liegt nicht zuletzt in der im Gerät
enthaltenen Ajax-Technik (Asynchronous JavaScript and XML). Diese
Programmiersprache für interaktive Anwendungen macht es externen
Entwicklern einfach, Anwendungen für das iPhone zu programmieren.
"Es ist eine Gewissheit, dass immer mehr Leute immer schneller
online gehen werden", unterstreicht Schmidt seine Zukunftspläne.
Schmidt ist auch Mitglied im Apple-Aufsichtsrat.
|
|
|
Dienstag, 26. Juni 2007 |
Der Anbieter für E-Mail-Sicherheit Borderware
teilt nun mit, dass durchschnittlich rund 80 Prozent der Nachrichten,
die aus Domains seiner 8000 Anwender verschickt werden, Spam sind.
Für diese bedenkliche Entwicklung sieht der Sicherheitsdienstleister
zwei Gründe. Zum einen werden die Absenderadressen gefälscht. Damit
scheinen die Nachrichten aus vertraulichen Quellen zu stammen, sind im
Wirklichkeit jedoch Spam.
Der bei weitem beunruhigendere Trend sei jeodoch die Tatsache, dass
Hacker immer öfter Unternehmens-PCs unter ihre Gewalt bringen. Meist
ohne, dass die Verantwortlichen davon Wind bekommen. Die PCs werden
über verschiedene Arten von Malware gekapert und verschicken dann
Spam-Mails.
Dadurch gefährden Unternehmen nicht nur ihre Netzwerke. Auch die
Kommunikationsfähigkeit einer Organisation kann unter solchen Attacken
leiden. Viele Anbieter von so geanannten Spam-Blacklists betrachten
lediglich das Volumen des E-Mail-Verkehrs, das aus einer Domäne
verschickt wird.
Somit läuft ein Unternehmen, dessen PCs gekapert wurden, Gefahr, dass
die Unternehmensdomäne auf einer Blacklist landet und das gesamte
Mail-Aufkommen aus dieser Domäne landet anschließend in Spam-Filtern.
|
|
|
Donnerstag, 21. Juni 2007 |
Die Hersteller Philips und Epson wollen gemeinsam den 'Personal Projector' für iPod und Co bauen.
So arbeiten der japanische Elektro-Konzern Seiko
Epson und der dänische Hersteller Philips Electronic an einem neuen
Formfaktor eines portablen Projektors, an den sich Spiele-Konsolen, tragbare MPEG4 Geräte oder auch Apples iPod anschließen lassen.
Ein kleiner LCD-Panel mit 0,47 Zoll mit einer Auflösung von 800 x
600 Pixel und eine 50-Watt-Glühbirne mit einer Lebensdauer von ungefähr
2000 Betriebsstunden summieren sich in dem kleinen Projektor auf gerade
mal 115 Gramm.
"Immer kleinere Komponenten erschließen nun auch dem Konsumenten
neue Anwendungsgebiete für die Projektion", so Ney Corsino, Vice
President Marketing bei Philips für den Geschäftsbereich Digital
Projection Lighting. Corsion hofft, dass durch die Verbindung zwischen
von PDAs oder MP4-Spielern Nutzer an den kleinen handlichen Geräten
auch Erfahrungen mit größeren 'Bildflächen' werden haben können. Noch
halten sich die beiden Hersteller mit Terminen für eine mögliche
Markteinführung zurück.
Auch im Bereich Kleinstprojektoren bekommt der Markt derzeit frische
Impulse. So hat Corning, ein auf Glasfaser-Komponenten spezialisierter
Hersteller aus New York, grüne Mini-Laserdioden vorgestellt. Nach
Herstellerangaben ist der grüne Laser heller als die bislang erprobten
roten Laserdioden. Mit den neuen Dioden sei es möglich, bei einem
Projektorvolumen von nur einem Kubikzentimeter eine Lichtleistung von
10 bis 20 Lumen zu erzeugen, womit sich ein Bild von neun bis zwölf
Zoll Bilddiagonale projizieren lasse.
Microvision plant bereits, Cornings grüne Laserdiode in seine
Pico-Projektoren zu verbauen. Damit sollen Breitwandbilder in
DVD-Qualität möglich werden. Der Projektor selbst wird weniger als
sieben Millimeter dick sein.
|
|
|
Dienstag, 19. Juni 2007 |
Apples Browser 'Safari' soll in der Betaversion bereits erste Probleme haben - und es gibt einen ersten Verdacht, warum.
Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge
haben Sicherheitsexperten der neuen Betaversion Safari for Windows Fehler
bescheinigt. Jetzt soll sich demnach bewahrheiten, was Apple-Fans
fürchten: Die Öffnung für die Intel/Windows-Plattform mache die
Apple-Welt angreifbar.
Innerhalb weniger Tage nach dem Release
wurden demnach erste Lücken gefunden. Einige davon seien ernst gewesen.
Sie hätten es erlaubt, dass ein Angreifer sich über das Internet
Kontrolle über die angegriffenen Systeme verschafft. Bis Ende
vergangener Woche trudelten einzelne weitere Meldungen gefundener
Lücken aus allen Ecken der Welt ein.
Apple reagierte, indem der Konzern schnell eine neue Version
nachgeschoben hatte, in der zumindest die auffallendsten Lücken
geschlossen sein sollen. Übers Wochenende gingen keine neuen Meldungen
in dieser Sache ein. Doch die Forscher sind sich demnach sicher, dass
sie nicht lange auf sich warten lassen werden. Schließlich sei Windows
Angriffsziel vieler Hacker und mit der Verknüpfung gelte nun für Apple
dasselbe, sagten Experten wie Craig Schmugar, Bedrohungsforscher bei
McAfee. Schließlich gingen die Hacker dahin, wo das Geld ist und das
könnte, den ersten Prognosen zufolge, durchaus auch für Safari gelten. CDX | Computer Service | Apple Service | Netzwerk Service
|
|
|
Dienstag, 19. Juni 2007 |
Scheinbar machen die Betreiber von Anti-Spam-Seiten nicht alles falsch.
Ansonsten würden Kriminelle nicht so viele Mühen
auf sich nehmen, um über so genannte 'Distributed
Denial-of-Service'-Attacken (DDoS) Seiten wie Spamhouse.org, SURBL und
andere in die Knie zu zwingen.
Derzeit bricht gerade wieder eine Welle der virtuellen Gewalt über
diese Seiten her, die offenbar seit den ersten Tagen ihrer Gründung
immer wieder mit diesem Problem zu kämpfen haben. Noch immer können
einige dieser Seiten nicht wieder online gehen. In anderen Fällen sind
die Seiten wieder erreichbar.
Das SANS-Institute berichtet von einem koordinierten Angriff gegen
diese Seiten. Der sei vergleichbar mit der DDoS, die im vergangenen
Jahr den Antispam-Hersteller Blue Security in die Knie zwang.
Das SANS kann dem aber auch eine positive Seite abgewinnen. Offenbar
machen diese Organisationen nicht alles falsch, sonst wäre die Wut und
das Engagement auf der 'dunklen' Seite nicht derart intensiv.
Das Spamhouse Projekt
etwa berichtet, dass einige Kriminelle, meist russischer oder
osteuropäischer Herkunft, eigens Viren schreiben, die nur ein Ziel
haben: Über Botnets und zusammengeschlossene gekaperte Rechner eine
DDoS auf Spamhouse.org loszulassen.
Beliebt sei auch eine Technik mit dem Namen 'Joe-Job' dabei werden
wahllos automatisch Nutzer angeschrieben. Als Senderadresse spoofen die
Kriminellen die Adresse von Spamhouse. Die so geprellten ahnungslosen
Anwender schreiben natürlich erbost über die unerwünschte Post an den
vermeintlichen Absender zurück. Spamhouse bittet die Empfänger solcher
Nachrichten nicht weiterzuleiten, denn "es könnte gut sein, dass wir
die bereits kennen".
CDX | Computer Service Nürnberg | Mac Service Nürnberg | Apple Service
|
|
|
Montag, 18. Juni 2007 |
Die
Grenze zwischen privat genutzter und gewerblicher IT verwischt immer
mehr. Für Mitarbeiter und Unternehmen bedeutet das neue Chancen. Die
Kehrseite der Medaille sind jedoch wachsende Sicherheitsrisiken.
Seit längerem sagen Analysten wie Gartner oder die Experton Group
vorher, dass die Unternehmens-IT zunehmend von Consumer-Elektronik
beherrscht wird. Aber auch die Unternehmen selbst setzen mehr und mehr
Technologien ein, die nicht primär für den Einsatz in einem
gewerblichen Umfeld geschaffen wurden.
Über private E-Mail-Dienste wie Gmail oder Web.de, Instant Messaging
aber auch VoIP-Clients wie Skype werden nicht mehr nur persönliche
Nachrichten verschickt, auch Unternehmensdaten und Unterlagen werden
darüber ausgetauscht. Aus kulturellen, aber auch häufig aus technischen
Gründen heraus, sind Unternehmen nicht in der Lage oder nicht geneigt,
diese Dienste abzublocken.
Nun stuft Gartner diesen Trend jedoch als eine der größten
Bedrohungen für die Sicherheit der Unternehmens-IT ein. Das
Beratungshaus spricht von einer Konsumerisierung der IT. Unternehmen
seien gezwungen, sich diesem Trend zu stellen und geeignete Maßnahmen
zu treffen. Was nicht immer ganz einfach zu sein scheint.
"Obwohl Consumer-Technologie neue Risiken für die Unternehmen
bedeutet, wird es zunehmend schwieriger und unpraktikabel, den Gebrauch
dieser Technologien einzuschränken oder zu verbieten", gibt Rich
Mogull, Research Vice President bei Gartner, zu bedenken. Unternehmen
müssten nun in grundlegende Sicherheitstechnologien investieren und
ihre Netzwerke so für den Einsatz mit der neuen Technologie
vorbereiten. Für den Anschluss mobiler Geräte rät Garnter zu
Management-Lösungen und sicheren Verbindungen wie etwa VPN (Virtual
Private Network) oder SSL (Secure Socket Layer).
Traditionelle Sicherheitsmodelle und Technologien seien jedoch oft
für eine umfassende Sicherheitsstrategie nicht ausreichend. Dennoch
gebe es, derzeit zwar noch zu hohen Preisen und nicht immer voll
ausgereift, Tools und Lösungen für das Problem.
Als Beispiele führt Mogull Network Access Control (NAC) oder CMF/DLP
(Content Monitoring and Filtering/Data Loss Protection) an. Obwohl es
derzeit vielleicht noch ein wenig zu früh für den Einsatz dieser noch
nicht immer voll ausgereiften Technologien sei, sollten sich
Unternehmen bereits jetzt mit Regeln und vorgeschriebenen Verfahren
auf den künftigen Einsatz solcher Lösungen vorbereiten.
Trends wie etwa das Bloggen, was auch für Unternehmen und
Marketingstrategen immer wichtiger wird, oder ähnliche Aktivitäten
sollten Unternehmen möglichst genau regeln. So sollte klar sein, welche
Informationen über ein Unternehmen in einem Blog weitergegeben werden
dürfen und welche nicht.
Ein Beispiel ist die Wall Street. Die New York Stock Exchange hat
nun zusammen mit börsennotierten Unternehmen und der Börsenaufsicht SEC
in zweijähriger Arbeit ein Regelwerk aufgesetzt, wie in den
verschiedenen Kanälen elektronischer Kommunikation mit den teilweise
hoch sensiblen Informationen umgegangen werden soll.
Wie die New York Times berichtet, sei die grundlegende Regel, dass
Unternehmen, die den Inhalt einer Nachricht nicht kontrollieren oder
den Absender nicht identifizieren können, den betreffenden Mitarbeiter
vom Arbeitsplatz sperren sollen.
Inzwischen hätten zwar viele Broker-Unternehmen den Gebrauch
persönlicher Mail-Accounts verboten, doch sollten laut den neuen Regeln
auch Instant-Messaging-Clients gesperrt werden, wenn sie nicht richtig
kontrolliert werden können.
Sicherheitsrisiken für Unternehmen wachsen auch dann, wenn die
Anwender auf ihren gewerblich und gleichzeitig privat genutzten
Plattformen mehr und mehr zur Zielscheibe von Angreifern werden. So
warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor
einem deutlichen Anstieg der Internetkriminalität. Immer mehr haben es
die Kriminellen auf das so genannte Online-Banking abgesehen. Bis 2008,
so das BSI in einer Mitteilung, könnten bereits 40 Prozent aller
Organisationen Ziel von Online-Angriffen werden. 88 Prozent
aller Kreditinstitute weltweit verfügten bereits über geeignete
Strategien gegen derartige Angriffe. Schwachpunkt, so das BSI, sei
jedoch noch immer der PC des Anwenders, wo häufig ein ausreichendes
Sicherheitsbewusstsein fehlt. Nun untersucht das Consulting-Unternehmen
PPI in einer Umfrage, welche Erwartungen Kunden gegenüber dem Online-Banking mitbringen, aber auch wie sich Anwender beim Online-Banking verhalten.
Doch Risiken für den Nutzer entstehen nicht nur durch Kriminelle
oder Hacker. Immer mehr sammeln auch staatliche Organisationen
Informationen über Kommunikationsteilnehmer. Mit unterschiedlicher
Zielrichtung: Immer häufiger spionieren Geheimdienste
Wirtschaftsunternehmen über elektronische Kommunikationsformen aus, wie
Manfred Fink, Sicherheitsberater und öffentlich bestellter und
vereidigter Sachverständiger für Abhörsicherheit, gegenüber silicon.de,
bestätigte.
Firmendaten können jedoch auch im Zuge der Verbrechens- und
Terrorbekämpfung in staatliche Hände gelangen. Das Bundesland
Nordrhein-Westfalen erlaubt derzeit heimliche Online-Durchsuchungen
privater PCs, auf denen, glaubt man Gartners Trendprognose, ja auch
immer mehr Firmendaten vorgehalten werden. Derzeit klagt der ehemalige
Bundesinnenminister Gerhard Baum vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese Regelung.
Letztlich wetterte der ehemalige FDP-Minister auf einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung,
gegen die Strategie der großen Koalition, in der Bevölkerung eine
Hysterie vor Terrorismus und Kriminalität zu schüren und im Zuge dessen
"Ausnahmegesetze" zu erlassen, um im Grundgesetz verankerte Rechte zu
umgehen.
|
|
|
Mittwoch, 13. Juni 2007 |
Für einen neuen Wurm in Open Office gibt es jetzt eine Warnung mittlerer Stufe.
Der Security-Spezialist Symantec
hat die Warnstufe "mittlere Gefährlichkeit" für eine schädliche
Software herausgegeben, die sich durch Open-Office-Dokumente auf
verschiedenen Betriebssysteme verbreitet.
Es handelt sich, einer Mitteilung zufolge, um einen Wurm, den
Symantec 'Badbunny' nennt. Er infiziert Windows, Linux und Mac OS X.
Beim Öffnen von Open-Office-Dateien unbekannter Herkunft sei daher
höchste Vorsicht geboten. Einmal geöffnet, starte die Open-Office-Datei
namens badbunny.odg ein Makro, das je nach Betriebssystem
unterschiedliche Auswirkungen haben könne.
Unter Windows werde die Datei drop.bad abgesetzt, welche die Datei
system.ini und den mIRC-Ordner des Benutzers infiziere. Zudem werde der
Virus badbunny.js in Javascript ausgeführt. Auf Apples Mac-Systemen
hinterlasse der Wurm die Skript-Viren badbunny.rb und badbunnya.rb.
Unter Linux werde das XChat-Skript badbunny.py sowie der Perl-Virus
badbunny.pl abgesetzt.
Andere Security-Firmen wie der Hersteller von Antivirensoftware
Sophos, äußerten sich ebenfalls. Jan Hruska, Mitinhaber von Sophos,
sagte gegenüber CNET, dass Apples Mac-Betriebssystem "bei weitem nicht
frei von Viren" sei. Sie existierten, seien leicht übertragbar und
verbreiteten sich schnell. "Niemand sollte glauben, dass sein Mac auf
wundersame Weise vor Viren geschützt ist. Die Tatsache, dass auf
anderen Systemen mehr Viren vorhanden sind, bewirkt bei vielen
Mac-Usern eine trügerische Sicherheit", betonte er.
|
|
|
Mittwoch, 13. Juni 2007 |
Der
Markt zwingt sie dazu und schließlich wachsen auch die großen
Betriebssysteme weiter zusammen: Windows-Nutzer sollen Safari-süchtig werden,
Boot Camp wird nicht eingestampft.
Wie Apples CEO Steve Jobs auf der Hausmesse WWDC
sagte, werde Boot Camp weiter ausgebaut. Diese Nachricht war für viele
anwesende Entwickler beruhigend, nachdem es im Vorfeld Gerüchte gegeben
hatte, Boot Camp werde langsamer weiterentwickelt als dies zunächst
geplant gewesen war. Boot Camp lässt Mac-User ihre Rechner wahlweise
unter Mac OS oder Windows hochfahren.
Der Apple-eigene Browser Safari soll ebenfalls Windows-Nutzer
anlocken und wirbt mit Alleinstellungsmerkmalen, die vor allem
nutzerfreundlich, intuitiv und durchdesignt, also "schick" sein sollen.
Mit einigen Features hofft Apple, eingefleischte Windows-Nutzer zum
Abwandern zu bewegen. Jobs hofft nun, dass die Popularität von 'iTunes'
möglicherweise auch dem Windows-Safari zu mehr Attraktivität bei den
Web-Nutzern und Web-Entwicklern verhelfen könne. "Wir zählen jeden Tag
eine Million Downloads von iTunes, das ist das Doppelte der
Downloadzahlen beim Firefox", führte er an.
Analysten wie Mike McGuire von Gartner zufolge steckt jedoch noch
etwas dahinter: Wie der Apple-Kenner sagte, sei der Hauptgrund für die
erweiterte Safari-Nutzung das 'iPhone'. So habe Apple vor, Safari als
Template zur Entwicklung von iPhone-Programmen zu gebrauchen. Dies
würde überwiegend auf der Windows-Plattform stattfinden. Einige
Entwickler zeigten sich enttäuscht hiervon, da dies nach sich ziehe,
dass Drittanwendungen für das neue Multifunktionsgerät unter der
iPhone-Version von Safari laufen müssen. Eine browserunabhängige
Software soll es auf dem iPhone nicht geben.
Diese Programme lassen sich dann jedoch mit anderen iPhone- oder
Web-Anwendungen wie Sprachsteuerung, E-Mail und Google-Maps verknüpfen.
Apple-Chef Steve Jobs vergleicht die Freigabe von Safari für Windows
bereits mit der Freigabe von iTunes für Windows im Jahr 2003. Jobs
führte an, dass "der iPod heute viel mehr von Microsoft-Anwendern als
von den Mac-Usern" genutzt werde.
Für Apple ist die Position, es auf einen Browserkampf ankommen zu
lassen, allerdings ausbaufähig: Apple hat bisher nur 5 Prozent
Marktanteil bei den Web-Browsern und liegt damit weit hinter Microsofts
Internet Explorer und Mozillas Firefox zurück. Da jetzt erstmals alle
Windows-User auch den Apple-Browser herunterladen können, hofft Jobs
diesen Marktanteil erheblich ausbauen zu können. Doch McGuire ist da
skeptisch. Für McGuire ist klar, dass es bei dieser Freigabe
ausschließlich um das iPhone gehe. "Safari hat zwar einige interessante
Features, aber ich bezweifle, dass es von vielen Windows-Usern als
Hauptbrowser verwendet werden wird", sagte der Analyst. Seiner Ansicht
nach nutzten die wenigsten Anwender mehrere Browser. Ein kompletter
Wechsel von Firefox oder dem Internet Explorer auf Safari sei höchst
unwahrscheinlich.
Etwas greifbarer wirkten da die Details, die Steve Jobs zu 'Leopard'
nannte, dem neuen Betriebssystem, das bisher noch seinen Projektnamen
trägt. Boot Camp zum Beispiel wird so weiterentwickelt, wie
ursprünglich gedacht, also nur als Starthilfe für das Laden des
jeweiligen Betriebssystems. Eine Verwendung von Windows unter Mac OS
wird Programmen wie 'Parallels' überlassen, für welche Jobs seine
ausdrückliche Unterstützung zusicherte.
Derzeit nutzen Jobs zufolge 22 Millionen Nutzer Mac OS X. Die neue
Version soll mit 300 neuen Funktionen aufwarten, hieß es auf der
Konferenz in San Francisco. Der neue Desktop soll Funktionen in 3D
mitbringen. Außerdem soll mit 'Stacks' ein neues Folder-System
integriert werden, das das Dateimanagement erleichtern soll. Der
Datei-Browser 'Finder' soll in Leopard noch weiter verfeinert worden
sein. Vor allem sei er übersichtlicher gemacht worden, hieß es.
Eine neue Remote-Zugriffsfunktion kommt mit 'Back to my Mac'. Sie
verspricht Zugriff auf die gewohnte Umgebung von nahezu überall aus.
Quicklook erlaubt die Schnellansicht vieler gängiger Dateiformate, ohne
diese öffnen zu müssen. Nicht zuletzt hob der Mitgründer des Konzerns
hervor, dass mit 'Leopard' die 64-Bit-Technik zum Standard werden soll.
Allerdings gilt es noch etwas auf diese Funktionen zu warten: Leopard
soll erst Ende des Jahres auf den Markt kommen. Eine entsprechende
Beta-Version von Safari 3.0 für Windows XP und Vista sowie für Mac OS X
Tiger ist aber ab sofort zum Download frei gegeben.
|
|
|
Dienstag, 12. Juni 2007 |
Der Softwarehersteller Adobe hat jetzt sein Runtime-Projekt als Betaversion freigegeben.
Das Projekt trug vormals den Namen Apollo. Jetzt
wird die Entwicklungsumgebung unter dem Namen 'AIR', also 'Adobe
Integrated Runtime' vermarktet.
Damit sollen Entwickler für Web-Entwicklungen wie HTML, Flash und
Javascript Anwendungen bauen können. Vom Browser aus seien diese
Softwarebausteine nahtlos integrierbar in die auf dem System laufenden
Desktop-Programme. Damit geht Adobe
den Weg in die Richtung so genannter 'WebTop-Anwendungen', das ist in
Desktop-Lösungen integrierte, webbasierte Software mit Funktionen für
Rich Internet Applications.
Im Gegensatz zur Alphaversion verfügt die Beta von AIR über eine
voll funktionsfähige HTML-Engine, Drag&Drop-Elemente für Files,
sowie Unterstützung für PDF. Die Betaversion steht für Entwickler auf
der Homepage des Unternehmens zum kostenlosen Download bereit. Sie ist
allerdings bisher nur für Windows- und Mac-OSX-Systeme tauglich.
|
|
|
Dienstag, 12. Juni 2007 |
Apple will mit einem neuen Film-Multimedia-Angebot punkten.
Dafür hat der Apple Konzern mehrere Partnerschaften mit
Hollywoods Filmstudios eingefädelt. In einem Bericht der britischen
Fiancial Times war von den größten Filmstudios die Rede.
Paramount Pictures soll sich mit dem Gedanken an eine Partnerschaft
mit Apple angefreundet haben, während Universal Studios abgelehnt haben
soll. Demnach sollen von Apple vertriebene Filme im iTunes-Store
abgelegt und vorgehalten werden. Der Konzern soll über ein
Video-on-Demand-Angebot nachdenken, hieß es.
Der Videoverleih dürfte vor allem in den USA für Apple lukrativ
werden, da hier die Gebühren für Satelliten- und Kabelfernsehen oder
andere Fernsehangebote hoch sind. Außerdem könnten eigene Videos dem
eigenen Geschäft nützen: Apples TV-Box iTV soll zwar nicht gerade wie
Blei in den Regalen liegen, sei aber vom erhofften Umsatz noch weit
entfernt. Die TV-Box, die bislang nur bereits aufgenommene digitale
Filme mit dem Fernsehgerät synchronisiert und das Abspielen ermöglicht,
soll durch ein darauf zugeschnittenes Apple-Angebot attraktiver werden.
|
|
|
Freitag, 8. Juni 2007 |
Bei
Microsoft und Apple werden Software-Suiten nach ganz unterschiedlichen
Vorgehensweisen gebaut. Während hier Zeitpläne wichtig sind und von
"Kunst statt Wissenschaft" geredet wird, lassen die anderen gute Ideen
"einfach kommen".
Craig Mundie, Chief Research and Strategy Officer
von Microsoft, sagte auf einer Konferenz in Brüssel, wie er sich
erklärt, dass Software aus Redmond so oft gepatcht und erneuert werden
muss, und die Nacharbeiten nicht enden wollen. Er sagt, das liege
daran, dass Softwaredesign heute noch eher eine Kunst als eine
Wissenschaft sei.
Er zeigte sich vor den anwesenden Wagniskapitalisten der Tatsache
bewusst, dass das Web eine echte Herausforderung für die
Betriebssysteme der Zukunft wird. Einerseits sagte er, dass die
Menschheit in eine Viel-Geräte-Welt eintreten werde und von jedem
Einzelgerät aus eine gute Verbindung sowie Zugriff auf Allesmögliche
erwarte. Die Menschen wollen demnach bei Bedarf sowohl Integration als
auch nutzabhängige Trennung der Eingabegeräte. Zum anderen sehe er Web
Services als vitale Neuerung, die Microsoft beherrschen muss.
Damit hierbei das klassische Desktop-Betriebssystem nicht auf der
Strecke bleibt, müsse die Software kontinuierlich verbessert werden. Er
verwahrte sich dagegen, dass die ständigen Updates und Patch-Zyklen und
Patches für Patches, die die Anwender manchmal Zeit und Nerven kosten,
ein Manko an der Redmonder Software an sich seien, das noch dazu
einfach abzustellen wäre. Das liege vielmehr daran, dass sich mit der
Geschwindigkeit, wie Software sich weiter entwickle, eben auch die
Komplexität wachse, zitierte ihn die US-Presse. Also stehe die Aufgabe,
binnen fünf bis zehn Jahren für die Software eine Lösung der
Komplexitätsfragen zu finden. Und außerdem: "Das Problem ist, dass die
Softwareentwicklung heute eine ziemliche Mühe ist, aber sie ist noch
nicht zu einem ingenieurhaften Prozess gediehen; sie ist immer noch
eine Kunstform."
Wie um dies zu bestätigen, sprachen ehemalige Mitarbeiter der
Entwicklungsabteilungen für Software bei Apple und Microsoft in
derselben Terminologie. Für den Neubau eines Betriebssystems würden die
jeweiligen Chefs ganz verschieden vorgehen, hieß es. Vergleichbar mit
"Militärmarsch" hier - und "Jazz" dort. So wurde Steven Sinofsky, dem
Chefentwickler des Windows-Betriebssystems nachgesagt, er sei immer
umfassend informiert, kenne jedes Detail und lege großen Wert auf
Genauigkeit und vor allem auf die Einhaltung der Zeitpläne. Er sehe
immer das ganze Projekt und sei ein strenger "Terminjäger", sagte ihm
ein ehemaliger Mitarbeiter nach, der gegenüber einer US-Zeitung lieber
anonym bleiben wollte. Microsoft soll sich angeblich damit
beschäftigen, die Web-Anforderungen an ein Betriebssystem zu
berücksichtigen und die Software somit modern zu halten, um so gegen
neue, schnelle Web-Entwicklungen anzustinken. Der einfachste Weg
dorthin sei, die Windows-Welt zu modularisieren, spekulierte Michael A.
Cusumano, ein Professor der Wirtschaftsabteilung des Massachusetts
Institute of Technology (MIT).
Von Bertrand Serlet, dem Chefentwickler der neuen Mac-Version, hieß
es hingegen, er haben gern ein bisschen kreatives Chaos. Die ihm
angeblich "blind ergebenen" Programmierer würden mehr nach neuen Ideen
gefragt, denn nach dem minutiösen Fortschritt ihrer Arbeit. Hier werde
der Ansatz verfolgt, über die Vielfalt an sehr erfolgreichen Geräten,
die Apple auch weiterhin auf den Markt bringen will, die
Betriebssysteme einzubinden und interessant zu halten. Ehemalige
Programmierer, die bei beiden Firmen innerhalb der Armada tätig waren,
die für die großen Betriebssysteme gebraucht wird, wollten aber weder
auf den einen, noch auf den anderen Ex-Chef etwas kommen lassen. Sie
seien eben verschieden und jeder auf seine Art sehr gut, in dem was er
tut, hieß es in dem Bericht. Im Jahr 2009 sollen Serlet und Sinofsky
wieder direkt gegeneinander antreten: Dann sollen neue Versionen von
Windows und Apple Mac auf den Markt kommen.
|
|
|
Freitag, 8. Juni 2007 |
Sites,
die auf Microsofts Web Server laufen, enthalten wahrscheinlicher
Schadsoftware als Seiten auf den Web Servern anderer Hersteller.
Das hat eine Studie des 'Anti-Malware Teams' von Google ergeben. Die Google Experten untersuchten dafür 70.000 Domains, die Malware oder Schadcode lieferten.
Microsofts
IIS (Internet Information Services) wird im Vergleich zum Apache Web
Server ungefähr doppelt so oft eingesetzt, um Schadsoftware zu verteilen,
schrieb der Google-Mitarbeiter Nagendra Modadugu in einem Blogeintrag.
Modadugu warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Einige Server
fungierten nach einem Hackereinbruch als Malware-Schleuder. Andere,
weil ihre Administratoren sie dazu gemacht hätten, so der
Google-Mitarbeiter.
Demnach variiert der 'Malware Server der Wahl' von Region zu Region.
In China und Indien komme die Schadsoftware vor allem von Microsofts
IIS, hieß es. Das könne daran liegen, dass es sich um illegal kopierte
Software handele, die keine Security Updates erhalte. In den USA und in
Deutschland stamme die Malware dagegen vor allem von Apache Web
Servern.
Es sei leichter, einen ISS Web Server zu betreiben als einen Apache
Web Server, sagte Cesar Cerrudo, CEO des Sicherheitsspezialisten Argeniss,
dem Branchendienst Infoworld. Die Google-Studie müsse weiter verfeinert
werden. So behaupte Google, 70.000 Domains untersucht zu haben. "Was
ist aber, wenn davon 5000 Domains auf demselben Web Server in China
laufen?"
|
|
|
Dienstag, 5. Juni 2007 |
Die neue 'LiveCycle Enterprise Suite' von Adobe Systems soll Kunden bei der Prozessautomatisierung helfen.
Dahinter verbirgt sich eine neue Produktfamilie,
die die bekanntesten Techniken des Dokumenten-Softwareherstellers
enthält: Adobe Flex und PDF. So sollen die Geschäftsprozesse leichter
zu optimieren sein.
LiveCycle ES integriert die Funktionalitäten und Möglichkeiten von
Adobe Flex und der PDF-Technologie und nutzt für die Reichweite den
hauseigenen 'Flash Player' und den 'Reader'. Die Einbindung von Kunden
und Partnern in die Prozesse sei so einfacher und schneller zu
bewerkstelligen.
Das Produkt beinhaltet skalierbare Komponenten, mit denen sich
kundenorientierte Geschäftsprozesse aufbauen, verwalten und optimieren
lassen, wie Form Guides und Flash-basierte Grafiken. Das heißt, sobald
die Informationen erfasst sind, automatisiert LiveCycle ES die
Weiterverarbeitung dieser Daten, also den Abgleich mit bestehenden
Verarbeitungsregeln sowie die Ablage in Datenspeichern und Integration
in Web Services. Die Funktionen zur Datenausgabe, wie interaktive
Dashboards und dynamische Lösungen zum Hochleistungsdruck, sollen das
Produkt abrunden. Ein Rechte-Management, Funktionen zur Zertifizierung
von Dokumenten und für die elektronische Signatur sollen für Sicherheit
sorgen. Adobe wird LiveCycle ES in zwei Versionen veröffentlichen: als
LiveCycle ES Business Transformation Edition und LiveCycle ES Data
Capture Edition. Beide Versionen werden voraussichtlich im Juli
verfügbar sein. CDX | Mac Service | Apple Service | Computer Service
|
|
|
Montag, 4. Juni 2007 |
Die US-Polizei hat Robert Alan Soloway verhaftet. Soloway ist auch als der 'Seattle Spammer' bekannt.
Die Anklageschrift umfasst 35 Punkte und ist das
Ergebnis gemeinsamer Ermittlungen des FBI, der Steuerfahndung, der
US-Post und einer Einheit des Justizministeriums.
Soloway ist der Besitzer von Newport Internet Marketing. Mit diesem Unternehmen
soll er in zehn Fällen Postbetrug, in fünf Fällen Telefonbetrug, in
zwei Fällen E-Mail Betrug, in fünf Fällen Identitätsdiebstahl und in 13
Fällen Geldwäsche betrieben haben.
"Spam ist eine Plage und Soloway hat sie im ganz großen Stil im
Internet verbreitet. Wir nannten ihn Spam-König, weil er für Millionen
von Spam-E-Mails verantwortlich ist", sagte Jeffrey Sullivan,
Staatsanwalt im US-Staates Washington und für diesen Fall zuständig.
Soloway ist angeklagt, Webseiten und mehr als 50 Domains betrieben
zu haben, auf denen er einen E-Mail-Service anbot, der sich angeblich
nur an Personen richtet, die den E-Mails ausdrücklich zugestimmt haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit diesen Falschangaben
rechtschaffene Unternehmen dazu gebracht zu haben, Marketing-Tools zu
kaufen. Doch diese entpuppten sich später als Spam-Tools. Wenn sich die
Firmen darüber beschwerten, wurden sie von Soloway mit Drohungen
eingeschüchtert, so die Staatsanwaltschaft.
Der vermeintliche Spammer wird zudem verdächtigt, mehr als 2000
Proxy-Computer als Botnet betrieben zu haben, um darüber Spam zu
verbreiten. Außerdem soll er E-Mail- und Domainnamen gestohlen haben,
um darüber Spam zu verschicken. Die Aktivitäten beziehen sich alle auf
den Zeitraum zwischen November 2003 und Mai 2007.
Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen das gesamte Vermögen
Soloways und seiner Firma beschlagnahmt und ihm einen
Pflichtverteidiger zugewiesen. Soloway hat in allen Anklagepunkten auf
'nicht schuldig' plädiert.
|
|
|