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Wissenswertes und aktuelles über IT und Kommunikation.

EBAY JAGT ONLINE-BETRÜGER IN RUMÄNIEN PDF E-Mail
Freitag, 29. Juni 2007
Monatelang hat eine Ebay-Taskforce gegen Online-Betrug in Rumänien Nachforschungen angestellt.

Diese führten jetzt zu mehreren hundert Verhaftungen. Die Betrüger in Rumänien arbeiten immer nach dem gleichen Schema. Sie kontaktieren speziell die Bieter, die knapp eine Versteigerung verloren hatten.

"Die Betrüger konnten genau sehen, wenn jemand knapp verloren hat und wieviel er bereit war für den Artikel zu bezahlen", sagt Matt Henley von Ebays Taskforce. Die Betrüger hätten mit diesen Nutzern Kontakt aufgenommen und ihnen eine zweite Chance angeboten.

Ziel war es, die ahnungslosen Anwender von der Ebay-Seite und von den dortigen Sicherheitsvorkehrungen wegzulocken. Um an die Email-Adressen der Nutzer zu kommen, kombinierten die Kriminellen den Ebay-Namen mit einer E-Mail-Adresse eines viel genutzten Providers, wie beispielsweise Yahoo oder Hotmail.

Trotz der aktuellen Festnahmen gilt das Problem noch lange nicht als gelöst. Der Internet-Betrug in Rumänien hat solche Ausmaße angenommen, dass Ebay ein Team aus Anwälten und System-Spezialisten zusammengestellt hat, das zusammen mit den Opfern und der rumänischen Regierung Lösungen zur Eindämmung ausarbeiten soll.

Verschärft wird das Problem in Rumänien durch die Diskrepanz zwischen dem PC-Know-how der Jugend und dem der Ermittlungsbehörden. "Die 25 bis 30-Jährigen sind die intelligentesten Kriminellen, denen wir jemals begegnet sind. Gleichzeitig haben die Gesetzeshüter noch nie einen Computer benutzt", sagte Henley.

Der Polizei mangelt es an Internet-Verbindungen und Computern. "In manchen kleinen Städten benutzen die Polizisten die gleichen Internet-Cafes wie die Kriminellen. Das machte uns besonders Sorge", beschreibt Henley die Verhältnisse. Um hier Abhilfe zu schaffen, stattet Ebay jetzt die rumänische Polizei mit Internet, Computer und digitalen Kameras aus.


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SIE WOLLEN DAS INTERNET ERSETZEN PDF E-Mail
Donnerstag, 28. Juni 2007
Tristan Nitot, President Mozilla Europe, ist überzeugt, dass Microsoft und Adobe mit Ankündigungen der Technologien AIR und Silverlight so etwas wie die Übernahme des Web im Sinn haben. Er sieht dadurch die bunte Artenvielfalt im Internet gefährdet.

Tristan Nitot ist President von Mozilla Europe und arbeitete schon zu Netscape-Zeiten an dem Produkt. Nach der Aufgabe von Netscape durch AOL hat er 21 Monate lang ohne Bezahlung an dem Projekt weitergearbeitet. Sorgen um seinen Arbeitgeber braucht sich der Programmierer heute keine mehr zu machen. So hat der Open-Source-Browser der Mozilla Foundation im Geschäftsjahr 2005 über 52 Millionen Dollar eingespielt.

silicon.de: Firefox hat in den letzten Jahren eine beachtliche Verbreitung erreicht. Was könnte den Erfolg des Browsers noch stoppen?

Nitot: In der jüngsten Vergangenheit gab es Techonologieankündigen von Microsoft und Adobe. Bei Microsoft ist es Silverlight und bei Adobe heißt das Produkt AIR (Adobe Integrated Runtime). Das Ziel dieser Technologien ist im Grunde, das Web mehr oder weniger zu ersetzen. Adobe und Microsoft geben das nicht offen zu, ganz klar. Denn die Menschen würden so eine Strategie nie akzeptieren. Aber wir glauben, dass diese Technologiekonzerne ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen.

silicon.de: Können sie erklären, wie diese Strategie aussieht?

Nitot: Sie bieten Tools an, vor allem, um Entwickler auf ihre Seite zu bringen. Sie präsentieren großartige Demos und versuchen so bei den Entwicklern zu erreichen, dass sie Inhalte aufwerten und diese dann entweder über Adobe-Technologie oder mit Silverlight veröffentlichen.

silicon.de: Was kann die Mozilla Foundation dem entgegensetzen?

Nitot: Wir haben einen völlig anderen Ansatz. Wir sind Web-zentriert, wir vertreten das offene Web, offene Standards und auch Open-Source-Software. Man kann diese offene Strategie im Web jedoch auch mit Closed-Source-Software verfolgen. Opera und Safari sind proprietäre Browser, die für das offene Web gemacht sind.

silicon.de: Glauben Sie wirklich, dass Microsoft oder Adobe tatsächlich in der Lage sind, über proprietäre Produkte und Web-Technologien offene Dienste wie Wikipedia zu verdrängen?

Nitot: Die Schönheit des Webs entstammt vor allem der Tatsache, dass es niemand völlig kontrolliert. Der Nutzer ist gefragt. So kann er zum Beispiel einen anderen Browser verwenden um ein anderes Feature zu bekommen. Mit Firefox kann er sich sogar Erweiterungen, die ihm sinnvoll erscheinen, selbst schreiben. Ein Beispiel ist RSS (Really Simple Syndication). Ich habe es zum ersten Mal 1998 eingesetzt. Man kann sich die Inhalte selbst zusammenbauen. Neun Jahre später hat sich dieses Feature natürlich verbessert, aber im Grunde ist es noch immer das gleiche. 

silicon.de: Silverlight und Adobes AIR gefährden diese Technologien oder die Evolution solcher Features?

Nitot: Bei RSS handelt es sich in erster Linie um XML-Dokumente, die auf HTTP aufsetzen. Das ist auch die Grundlage für das Web. Vor etwa zehn Jahren gab es für Netscape das Bedürfnis für eine derartige Technologie im Netscape-Portal, und so wurde RSS, basierend auf XML, als eine neue Spezifikation entwickelt, und die Leute haben es verwendet. Damit kam sozusagen eine neue Schicht in den Web-Stack. Packt man das jetzt in den Kontext Microsoft/Silverlight-Adobe/AIR, müsste man für eine solche Entwicklung zuerst bei Microsoft oder einem anderen Hersteller anfragen, etwas dafür zu tun. Man könnte dann also nicht einfach sein Schicksal in die Hand nehmen und einfach das entwickeln, was man auch braucht.

silicon.de: Es herrscht unter einigen Analysten die Meinung vor, dass Microsoft mehr oder weniger alle interessanten Technologien, die sich im Web in den vergangenen Jahren entwickelt haben, verschlafen hat.

Nitot: Absolut. Nun versucht das Unternehmen eben wieder ein Stück Kontrolle zurück zu bekommen. Wir wehren uns natürlich dagegen. Aber das Problem ist, dass das Web ein Stack verschiedener Tools ist. HTTP, CSS, das URL-Konzept oder JavaScript, um nur einige zu nennen. Aber das ist alles nicht perfekt. So wie Ajax, das ist auch ein bisschen chaotisch, wenn man so will. Das kommt auch daher, weil wir eben versuchen, Dinge zusammenzubringen, die ursprünglich nicht dazu gedacht waren, zusammenzuarbeiten. Vorteil ist jedoch, dass man eine große Masse an Dokumenten hat, die mit diesen Technologien gebaut sind. Und es sind auch sehr viele Menschen, die wissen, wie man diese Technologien nutzt und sie zusammenbauen kann.

silicon.de: Microsoft hat im Zweifelsfall also gute Chancen, die monopolistischen Bestrebungen, von denen Sie sprechen, umzusetzen?

Nitot: Microsoft und Adobe investieren viel Geld, Zeit und Energie, um Tools wie Silverlight, AIR oder Flex zu propagieren - eben mit dem Ziel, Kontrolle genau über diesen fragmentierten Teil des Netzes zu bekommen. Microsoft ist gut darin, Entwickler anzusprechen und Tools zu bauen. Beispiele sind Dotnet und Visual Studio, vor dieser Ära war es Visual Basic. Das Unternehmen hat eine lange Tradition, Entwickler mit Tools zu versorgen und sie damit an eine Plattform zu binden. Die Monopolstellung Microsofts mit Windows und Office und die daraus resultierenden hohen Preise belegen das. Solange man damit alleine ist, mag das OK sein. Die Dynamik in einem Netz aber ist eine ganz andere. Daher wollen wir bei Mozilla Offenheit.

silicon.de: Und das reicht für Mozillas Überleben aus?

Nitot: Tatsache ist, dass inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer im Internet unterwegs sind. Sie können sich vorstellen, wenn sie als Unternehmen etwa 10 Prozent der Erfahrung mit dem Web kontrollieren, dann bedeutet das eine große Menge Geld. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Sollen die Menschen eine Abhängigkeit in der Zukunft gegen eine sofort verfügbare Bequemlichkeit eintauschen?

silicon.de: Können Sie uns einen Beleg für einen Tausch dieser Art nennen?

Nitot: Ein Beispiel ist Südkorea. Die Regierung legte fest, dass jede Transaktion zwischen Bürger und Administration und auch zwischen Verbraucher und kommerziellen Webseiten verschlüsselt erfolgen muss. SSL 128-Bit (Secure Socket Layer) war zu diesem Zeitpunkt noch unter Embargo und man entschied sich für eine Verschlüsselung über ActiveX, die nicht mit dem SSL-Standard kompatibel war. Wer also heute effektiv mit dem Web in Südkorea arbeiten will, muss ActiveX einsetzen. Ohne Internet Explorer (IE) 6 lassen sich daher heute diese Seiten nicht mehr richtig aufrufen. Und weil die ActiveX-Implementierung in IE 7 völlig anders ist, werden die Seiten nicht mehr richtig dargestellt. Microsoft musste also der gesamten koreanischen Bevölkerung erklären, nicht auf Vista zu migrieren, wenn sie einen Browser verwenden wollen.

Das Thema ist aber für Unternehmen dasselbe. Dadurch, dass Microsoft einige Anwendungen mit dem Browser einschränkt, wächst auch das Internet mit dem Client zusammen. Mit offenen Strukturen ist man aber vom Betriebssystem unabhängig. So kann man beispielsweise ohne Probleme Google Maps mit einem Linux-Rechner verwenden. Viele Unternehmen haben ebenfalls ActiveX-Technologien eingesetzt, stoßen nun aber an ein eine Grenze. Sie sind nicht mehr flexibel. Ich hoffe, dass gerade Unternehmen aus Beispielen wie dem aus Korea eine Lehre ziehen.

silicon.de: Konnte Mozilla hier bereits ein Stück Freiheit erkämpfen?

Nitot: Microsoft hat die Verbesserungen im IE 7 deswegen gemacht, weil der Firefox Microsoft unter Druck gesetzt hat. Daher wollen wir zusammen mit Safari und Opera die Marktanteile gegenüber dem IE ausbauen. In der Vergangenheit, als es praktisch nur einen gab, waren die Seiten dafür ausgelegt, nur mit einem einzigen Browser zu arbeiten. Mit Firefox mussten die Entwickler umdenken, dass sie nicht nur für den IE kodieren, sondern Standards einhalten.

silicon.de: Gibt es bei Mozilla eine definierte Strategie, mit der Microsofts Absichten vor allem auf Ebene der Unternehmen durchkreuzt werden sollen?

Nitot: Wir setzen auf Erziehung. Wir wollen das Bewusstsein der Anwender auf eine langfristige Betrachtung lenken. Wir wollen, dass die Menschen wissen, dass sie ihre Freiheit aufgeben, und dass es auch wenn es im ersten Moment schwerer scheint, mit offenen Produkten zu arbeiten, im Endeffekt langfristig praktikabler ist. Es gibt von Seiten der Entwickler berechtigte Forderungen nach Funktionen, die das Web derzeit nicht bieten kann. Selbst Seiten wie Youtube nutzt Flash auf jeder Seite des Portals und das eigentlich nur deshalb, weil man damit Video machen kann. Derzeit ist Flash die einzige Möglichkeit, Video im Browser zu machen.

Wir sehen, dass sich HTML und das Web weiterentwickeln müssen, um mit den neuen Anforderungen Schritt halten zu können, die derzeit von proprietären Technologien wie Flash und Silverlight angeboten werden. Wir arbeiten derzeit an einem Browser, es ist nicht direkt Firefox, der auch Video mit einbindet, sodass sich hier auch Video mit Support für Ogg Theora realisieren lässt. Es gibt sogar Möglichkeiten, den IE damit kompatibel zu machen. Aber wir wollen nicht der einzige Browser sein, der das unterstützt. Das ganze muss offen sein. Daher arbeiten wir mit Gruppen wie der WHAT Working Group, eine Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortiums (W3C).

Wir wollen zusammen mit Opera und Apple und anderen Gruppen die Evolution von HTML definieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie ist auch Ajax (Asynchronous JavaScript and XML). So wird hier beispielsweise XML Http Request verwendet. Eigentlich eine Erfindung  von Microsoft. Mozilla und Safari haben das implementiert, indem sie ein Reverse-Engineering der Funktionalität gemacht haben. Aber es gibt bislang kein Stück Papier, auf dem steht, dass sich ein Browser, der XML Http Request nutzt, auf diese oder jene Weise verhalten soll. Von Microsoft gibt es dazu sozusagen nur ein Beispiel, wie sich ein Browser verhält, wenn er eine bestimmte Eingabe erhält.

silicon.de: Sie arbeiten also nicht direkt am Produkt oder an einer Erweiterung, sondern versuchen über Standards und Interoperabilität zu punkten? 

Nitot: Wir versuchen derzeit, den Standard zu erweitern, wenn man so will. Sobald die Spezifikationen verabschiedet sind, werden wir sie in unser Produkt übernehmen.

silicon.de: Gibt es darüber hinaus auch weiterführende Pläne für den Firefox?

Nitot: Wir wollen Ende November die Version 3.0 des Firefox fertigstellen. Wie das Beispiel von Vista lehrt, ist es jedoch nicht so einfach, Software termingerecht fertigzustellen. Sollten also unerwartete Probleme auftauchen, dann werden wir das Release verschieben. Wir haben keinen Druck, eine neue Version auf den Markt zu bringen, daher ist uns eine gute Nutzererfahrung wichtiger als eine schnelle Veröffentlichung. Derzeit sind wir noch nicht in der Beta-Phase, die soll wohl Ende Juli starten.

silicon.de: Welche neuen Features wird es geben?

Nitot: 'Places' fällt mir da spontan ein. Im Grunde ist das eine Überarbeitung der Bookmark-Architektur und verbessert die Default-Einstellungen. Dann arbeiten wir an einer Verbesserung der Sicherheit. Eine bessere Detection für Malware und auch Anti-Phishing-Funktionen sollen hinzukommen. Daneben wird Firefox jede Menge Video-Funktionen bekommen und auch Verbesserungen der Grafik sind vorgesehen. Nicht zu vergessen, dass wir auch an der Performance des Browser feilen. Auch die Schnittstellen für Entwickler, die Erweiterungen programmieren wollen, sollen vereinfacht werden.

silicon.de: Sie bieten ein 'Grundgerüst' an, das sich jeder Nutzer nach seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen über die 'Extentions' gestalten kann. Sind sie mit dieser Architektur glücklich?

Nitot: Oh, ja, sehr sogar. Zunächst erschien es uns irgendwie widersprüchlich, ein Produkt besser zu machen, indem man etwas weg nimmt. Aber Netscape war einfach mit Funktionen überfrachtet, die teilweise nur von 2000 Usern verwendet, vom Rest aber nicht wahrgenommen wurden. So können wir auch die Usability des Browsers testen. Wir schauen uns an, welche Extensions verwendet werden. Manche fließen dann auch in das Kernprodukt ein.

silicon.de: Wie sieht ihr Geschäftsmodell aus?

Nitot: Als wir angefangen haben, hatten wir keinerlei Business-Modell. Inzwischen vermarkten wir das Suchfenster, die oben rechts am Rand des Browsers zu finden ist, an Suchmaschinen. Im Geschäftsjahr 2005 haben wird damit 52,8 Millionen Dollar erwirtschaftet. Die Betreiber von Suchmaschinen bezahlen dafür, hier gelistet zu werden. Wir müssen natürlich darauf achten, dass die Liste nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang wird.

silicon.de: Hat auch Google dafür bezahlt, in dem Fenster gelistet zu werden?

Nitot: Google ist ein sehr wichtiger Partner für uns.

silicon.de: Glauben sie, dass das Engagement Googles bei Mozilla Teil einer gegen Microsoft gerichteten Strategie ist?

Nitot: (lacht) Das müssen sie Google selbst fragen.


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GOOGLE ERKLÄRT IPHONE ZUR PERFEKTEN PLATTFORM FÜR GOOGLE ANWENDUNGEN PDF E-Mail
Dienstag, 26. Juni 2007

Auf die Frage, ob er sich künftige Kooperationen zwischen den beiden Unternehmen vorstellen könne, holte Schmidt sein iPhone hervor. "Das iPhone ist ein leistungsstarkes Gerät und insbesondere für Google-Anwendungen wie geschaffen. Sie können mit weitere Ankündigungen über unsere Zusammenarbeit rechnen", sagte er.

Am 20. Juni hatte Apple angekündigt dass das iPhone einen Youtube-Player enthalten wird. Das Online-Video-Portal YouTube gehört mittlerweile zu Google. Das iPhone, das Ende Juni in den USA herauskommt, hat zudem bereits Googles Such- und Landkartenfunktion komplett integriert.

Googles Vertrauen in das iPhone liegt nicht zuletzt in der im Gerät enthaltenen Ajax-Technik (Asynchronous JavaScript and XML). Diese Programmiersprache für interaktive Anwendungen macht es externen Entwicklern einfach, Anwendungen für das iPhone zu programmieren.

"Es ist eine Gewissheit, dass immer mehr Leute immer schneller online gehen werden", unterstreicht Schmidt seine Zukunftspläne. Schmidt ist auch Mitglied im Apple-Aufsichtsrat.


 
IMMER MEHR FIRMEN VERSENDEN UNBEMERKT SPAM-MAILS. PDF E-Mail
Dienstag, 26. Juni 2007

Der Anbieter für E-Mail-Sicherheit Borderware teilt nun mit, dass durchschnittlich rund 80 Prozent der Nachrichten, die aus Domains seiner 8000 Anwender verschickt werden, Spam sind.

Für diese bedenkliche Entwicklung sieht der Sicherheitsdienstleister zwei Gründe. Zum einen werden die Absenderadressen gefälscht. Damit scheinen die Nachrichten aus vertraulichen Quellen zu stammen, sind im Wirklichkeit jedoch Spam.

Der bei weitem beunruhigendere Trend sei jeodoch die Tatsache, dass Hacker immer öfter Unternehmens-PCs unter ihre Gewalt bringen. Meist ohne, dass die Verantwortlichen davon Wind bekommen. Die PCs werden über verschiedene Arten von Malware gekapert und verschicken dann Spam-Mails.

Dadurch gefährden Unternehmen nicht nur ihre Netzwerke. Auch die Kommunikationsfähigkeit einer Organisation kann unter solchen Attacken leiden. Viele Anbieter von so geanannten Spam-Blacklists betrachten lediglich das Volumen des E-Mail-Verkehrs, das aus einer Domäne verschickt wird.

Somit läuft ein Unternehmen, dessen PCs gekapert wurden, Gefahr, dass die Unternehmensdomäne auf einer Blacklist landet und das gesamte Mail-Aufkommen aus dieser Domäne landet anschließend in Spam-Filtern.


 
IPOD PROJEKTOR IN PLANUNG PDF E-Mail
Donnerstag, 21. Juni 2007
Die Hersteller Philips und Epson wollen gemeinsam den 'Personal Projector' für iPod und Co bauen.

So arbeiten der japanische Elektro-Konzern Seiko Epson und der dänische Hersteller Philips Electronic an einem neuen Formfaktor eines portablen Projektors, an den sich Spiele-Konsolen, tragbare MPEG4 Geräte oder auch Apples iPod anschließen lassen.

Ein kleiner LCD-Panel mit 0,47 Zoll mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel und eine 50-Watt-Glühbirne mit einer Lebensdauer von ungefähr 2000 Betriebsstunden summieren sich in dem kleinen Projektor auf gerade mal 115 Gramm.

"Immer kleinere Komponenten erschließen nun auch dem Konsumenten neue Anwendungsgebiete für die Projektion", so Ney Corsino, Vice President Marketing bei Philips für den Geschäftsbereich Digital Projection Lighting. Corsion hofft, dass durch die Verbindung zwischen von PDAs oder MP4-Spielern Nutzer an den kleinen handlichen Geräten auch Erfahrungen mit größeren 'Bildflächen' werden haben können. Noch halten sich die beiden Hersteller mit Terminen für eine mögliche Markteinführung zurück.

Auch im Bereich Kleinstprojektoren bekommt der Markt derzeit frische Impulse. So hat Corning, ein auf Glasfaser-Komponenten spezialisierter Hersteller aus New York, grüne Mini-Laserdioden vorgestellt. Nach Herstellerangaben ist der grüne Laser heller als die bislang erprobten roten Laserdioden. Mit den neuen Dioden sei es möglich, bei einem Projektorvolumen von nur einem Kubikzentimeter eine Lichtleistung von 10 bis 20 Lumen zu erzeugen, womit sich ein Bild von neun bis zwölf Zoll Bilddiagonale projizieren lasse.

Microvision plant bereits, Cornings grüne Laserdiode in seine Pico-Projektoren zu verbauen. Damit sollen Breitwandbilder in DVD-Qualität möglich werden. Der Projektor selbst wird weniger als sieben Millimeter dick sein.


 
WINDOWS SCHIESST EVENTUELL APPLES SAFARI AB PDF E-Mail
Dienstag, 19. Juni 2007
Apples Browser 'Safari' soll in der Betaversion bereits erste Probleme haben - und es gibt einen ersten Verdacht, warum.

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge haben Sicherheitsexperten der neuen Betaversion Safari for Windows Fehler bescheinigt. Jetzt soll sich demnach bewahrheiten, was Apple-Fans fürchten: Die Öffnung für die Intel/Windows-Plattform mache die Apple-Welt angreifbar.

Innerhalb weniger Tage nach dem Release wurden demnach erste Lücken gefunden. Einige davon seien ernst gewesen. Sie hätten es erlaubt, dass ein Angreifer sich über das Internet Kontrolle über die angegriffenen Systeme verschafft. Bis Ende vergangener Woche trudelten einzelne weitere Meldungen gefundener Lücken aus allen Ecken der Welt ein.

Apple reagierte, indem der Konzern schnell eine neue Version nachgeschoben hatte, in der zumindest die auffallendsten Lücken geschlossen sein sollen. Übers Wochenende gingen keine neuen Meldungen in dieser Sache ein. Doch die Forscher sind sich demnach sicher, dass sie nicht lange auf sich warten lassen werden. Schließlich sei Windows Angriffsziel vieler Hacker und mit der Verknüpfung gelte nun für Apple dasselbe, sagten Experten wie Craig Schmugar, Bedrohungsforscher bei McAfee. Schließlich gingen die Hacker dahin, wo das Geld ist und das könnte, den ersten Prognosen zufolge, durchaus auch für Safari gelten.


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SPAMMER GREIFEN ANTI-SPAM SEITEN AN PDF E-Mail
Dienstag, 19. Juni 2007
Scheinbar machen die Betreiber von Anti-Spam-Seiten nicht alles falsch.

Ansonsten würden Kriminelle nicht so viele Mühen auf sich nehmen, um über so genannte 'Distributed Denial-of-Service'-Attacken (DDoS) Seiten wie Spamhouse.org, SURBL und andere in die Knie zu zwingen.

Derzeit bricht gerade wieder eine Welle der virtuellen Gewalt über diese Seiten her, die offenbar seit den ersten Tagen ihrer Gründung immer wieder mit diesem Problem zu kämpfen haben. Noch immer können einige dieser Seiten nicht wieder online gehen. In anderen Fällen sind die Seiten wieder erreichbar.

Das SANS-Institute berichtet von einem koordinierten Angriff gegen diese Seiten. Der sei vergleichbar mit der DDoS, die im vergangenen Jahr den Antispam-Hersteller Blue Security in die Knie zwang.

Das SANS kann dem aber auch eine positive Seite abgewinnen. Offenbar machen diese Organisationen nicht alles falsch, sonst wäre die Wut und das Engagement auf der 'dunklen' Seite nicht derart intensiv.

Das Spamhouse Projekt etwa berichtet, dass einige Kriminelle, meist russischer oder osteuropäischer Herkunft, eigens Viren schreiben, die nur ein Ziel haben: Über Botnets und zusammengeschlossene gekaperte Rechner eine DDoS auf Spamhouse.org loszulassen.

Beliebt sei auch eine Technik mit dem Namen 'Joe-Job' dabei werden wahllos automatisch Nutzer angeschrieben. Als Senderadresse spoofen die Kriminellen die Adresse von Spamhouse. Die so geprellten ahnungslosen Anwender schreiben natürlich erbost über die unerwünschte Post an den vermeintlichen Absender zurück. Spamhouse bittet die Empfänger solcher Nachrichten nicht weiterzuleiten, denn "es könnte gut sein, dass wir die bereits kennen".


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CONSUMER TECHNOLOGIEN GEFÄHRDEN FIRMEN-IT PDF E-Mail
Montag, 18. Juni 2007
Die Grenze zwischen privat genutzter und gewerblicher IT verwischt immer mehr. Für Mitarbeiter und Unternehmen bedeutet das neue Chancen. Die Kehrseite der Medaille sind jedoch wachsende Sicherheitsrisiken.

Seit längerem sagen Analysten wie Gartner oder die Experton Group vorher, dass die Unternehmens-IT zunehmend von Consumer-Elektronik beherrscht wird. Aber auch die Unternehmen selbst setzen mehr und mehr Technologien ein, die nicht primär für den Einsatz in einem gewerblichen Umfeld geschaffen wurden.

Über private E-Mail-Dienste wie Gmail oder Web.de, Instant Messaging aber auch VoIP-Clients wie Skype werden nicht mehr nur persönliche Nachrichten verschickt, auch Unternehmensdaten und Unterlagen werden darüber ausgetauscht. Aus kulturellen, aber auch häufig aus technischen Gründen heraus, sind Unternehmen nicht in der Lage oder nicht geneigt, diese Dienste abzublocken.

Nun stuft Gartner diesen Trend jedoch als eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit der Unternehmens-IT ein. Das Beratungshaus spricht von einer Konsumerisierung der IT. Unternehmen seien gezwungen, sich diesem Trend zu stellen und geeignete Maßnahmen zu treffen. Was nicht immer ganz einfach zu sein scheint.

"Obwohl Consumer-Technologie neue Risiken für die Unternehmen bedeutet, wird es zunehmend schwieriger und unpraktikabel, den Gebrauch dieser Technologien einzuschränken oder zu verbieten", gibt Rich Mogull, Research Vice President bei Gartner, zu bedenken. Unternehmen müssten nun in grundlegende Sicherheitstechnologien investieren und ihre Netzwerke so für den Einsatz mit der neuen Technologie vorbereiten. Für den Anschluss mobiler Geräte rät Garnter zu Management-Lösungen und sicheren Verbindungen wie etwa VPN (Virtual Private Network) oder SSL (Secure Socket Layer).

Traditionelle Sicherheitsmodelle und Technologien seien jedoch oft für eine umfassende Sicherheitsstrategie nicht ausreichend. Dennoch gebe es, derzeit zwar noch zu hohen Preisen und nicht immer voll ausgereift, Tools und Lösungen für das Problem.

Als Beispiele führt Mogull Network Access Control (NAC) oder CMF/DLP (Content Monitoring and Filtering/Data Loss Protection) an. Obwohl es derzeit vielleicht noch ein wenig zu früh für den Einsatz dieser noch nicht immer voll ausgereiften Technologien sei, sollten sich Unternehmen bereits jetzt mit Regeln  und vorgeschriebenen Verfahren auf den künftigen Einsatz solcher Lösungen vorbereiten.

Trends wie etwa das Bloggen, was auch für Unternehmen und Marketingstrategen immer wichtiger wird, oder ähnliche Aktivitäten sollten Unternehmen möglichst genau regeln. So sollte klar sein, welche Informationen über ein Unternehmen in einem Blog weitergegeben werden dürfen und welche nicht.

Ein Beispiel ist die Wall Street. Die New York Stock Exchange hat nun zusammen mit börsennotierten Unternehmen und der Börsenaufsicht SEC in zweijähriger Arbeit ein Regelwerk aufgesetzt, wie in den verschiedenen Kanälen elektronischer Kommunikation mit den teilweise hoch sensiblen Informationen umgegangen werden soll.

Wie die New York Times berichtet, sei die grundlegende Regel, dass Unternehmen, die den Inhalt einer Nachricht nicht kontrollieren oder den Absender nicht identifizieren können, den betreffenden Mitarbeiter vom Arbeitsplatz sperren sollen.

Inzwischen hätten zwar viele Broker-Unternehmen den Gebrauch persönlicher Mail-Accounts verboten, doch sollten laut den neuen Regeln auch Instant-Messaging-Clients gesperrt werden, wenn sie nicht richtig kontrolliert werden können.

Sicherheitsrisiken für Unternehmen wachsen auch dann, wenn die Anwender auf ihren gewerblich und gleichzeitig privat genutzten Plattformen mehr und mehr zur Zielscheibe von Angreifern werden. So warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einem deutlichen Anstieg der Internetkriminalität. Immer mehr haben es die Kriminellen auf das so genannte Online-Banking abgesehen. Bis 2008, so das BSI in einer Mitteilung, könnten bereits 40 Prozent aller Organisationen Ziel von Online-Angriffen werden.
 
88 Prozent aller Kreditinstitute weltweit verfügten bereits über geeignete Strategien gegen derartige Angriffe. Schwachpunkt, so das BSI, sei jedoch noch immer der PC des Anwenders, wo häufig ein ausreichendes Sicherheitsbewusstsein fehlt. Nun untersucht das Consulting-Unternehmen PPI in einer Umfrage, welche Erwartungen Kunden gegenüber dem Online-Banking mitbringen, aber auch wie sich Anwender beim Online-Banking verhalten.

Doch Risiken für den Nutzer entstehen nicht nur durch Kriminelle oder Hacker. Immer mehr sammeln auch staatliche Organisationen Informationen über Kommunikationsteilnehmer. Mit unterschiedlicher Zielrichtung: Immer häufiger spionieren Geheimdienste Wirtschaftsunternehmen über elektronische Kommunikationsformen aus, wie Manfred Fink, Sicherheitsberater und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Abhörsicherheit, gegenüber silicon.de, bestätigte.

Firmendaten können jedoch auch im Zuge der Verbrechens- und Terrorbekämpfung in staatliche Hände gelangen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen erlaubt derzeit heimliche Online-Durchsuchungen privater PCs, auf denen, glaubt man Gartners Trendprognose, ja auch immer mehr Firmendaten vorgehalten werden. Derzeit klagt der ehemalige Bundesinnenminister Gerhard Baum vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese Regelung.

Letztlich wetterte der ehemalige FDP-Minister auf einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung, gegen die Strategie der großen Koalition, in der Bevölkerung eine Hysterie vor Terrorismus und Kriminalität zu schüren und im Zuge dessen "Ausnahmegesetze" zu erlassen, um im Grundgesetz verankerte Rechte zu umgehen.


 
OPEN OFFICE WURM ATTACKIERT AUCH MAC UND LINUX PDF E-Mail
Mittwoch, 13. Juni 2007
Für einen neuen Wurm in Open Office gibt es jetzt eine Warnung mittlerer Stufe.

Der Security-Spezialist Symantec hat die Warnstufe "mittlere Gefährlichkeit" für eine schädliche Software herausgegeben, die sich durch Open-Office-Dokumente auf verschiedenen Betriebssysteme verbreitet.

Es handelt sich, einer Mitteilung zufolge, um einen Wurm, den Symantec 'Badbunny' nennt. Er infiziert Windows, Linux und Mac OS X. Beim Öffnen von Open-Office-Dateien unbekannter Herkunft sei daher höchste Vorsicht geboten. Einmal geöffnet, starte die Open-Office-Datei namens badbunny.odg ein Makro, das je nach Betriebssystem unterschiedliche Auswirkungen haben könne.

Unter Windows werde die Datei drop.bad abgesetzt, welche die Datei system.ini und den mIRC-Ordner des Benutzers infiziere. Zudem werde der Virus badbunny.js in Javascript ausgeführt. Auf Apples Mac-Systemen hinterlasse der Wurm die Skript-Viren badbunny.rb und badbunnya.rb. Unter Linux werde das XChat-Skript badbunny.py sowie der Perl-Virus badbunny.pl abgesetzt.

Andere Security-Firmen wie der Hersteller von Antivirensoftware Sophos, äußerten sich ebenfalls. Jan Hruska, Mitinhaber von Sophos, sagte gegenüber CNET, dass Apples Mac-Betriebssystem "bei weitem nicht frei von Viren" sei. Sie existierten, seien leicht übertragbar und verbreiteten sich schnell. "Niemand sollte glauben, dass sein Mac auf wundersame Weise vor Viren geschützt ist. Die Tatsache, dass auf anderen Systemen mehr Viren vorhanden sind, bewirkt bei vielen Mac-Usern eine trügerische Sicherheit", betonte er.


 
APPLE LÄSST WINDOWS USER MIT SAFARI SURFEN PDF E-Mail
Mittwoch, 13. Juni 2007
Der Markt zwingt sie dazu und schließlich wachsen auch die großen Betriebssysteme weiter zusammen: Windows-Nutzer sollen Safari-süchtig werden, Boot Camp wird nicht eingestampft.

Wie Apples CEO Steve Jobs auf der Hausmesse WWDC sagte, werde Boot Camp weiter ausgebaut. Diese Nachricht war für viele anwesende Entwickler beruhigend, nachdem es im Vorfeld Gerüchte gegeben hatte, Boot Camp werde langsamer weiterentwickelt als dies zunächst geplant gewesen war. Boot Camp lässt Mac-User ihre Rechner wahlweise unter Mac OS oder Windows hochfahren.

Der Apple-eigene Browser Safari soll ebenfalls Windows-Nutzer anlocken und wirbt mit Alleinstellungsmerkmalen, die vor allem nutzerfreundlich, intuitiv und durchdesignt, also "schick" sein sollen. Mit einigen Features hofft Apple, eingefleischte Windows-Nutzer zum Abwandern zu bewegen. Jobs hofft nun, dass die Popularität von 'iTunes' möglicherweise auch dem Windows-Safari zu mehr Attraktivität bei den Web-Nutzern und Web-Entwicklern verhelfen könne. "Wir zählen jeden Tag eine Million Downloads von iTunes, das ist das Doppelte der Downloadzahlen beim Firefox", führte er an.

Analysten wie Mike McGuire von Gartner zufolge steckt jedoch noch etwas dahinter: Wie der Apple-Kenner sagte, sei der Hauptgrund für die erweiterte Safari-Nutzung das 'iPhone'. So habe Apple vor, Safari als Template zur Entwicklung von iPhone-Programmen zu gebrauchen. Dies würde überwiegend auf der Windows-Plattform stattfinden. Einige Entwickler zeigten sich enttäuscht hiervon, da dies nach sich ziehe, dass Drittanwendungen für das neue Multifunktionsgerät unter der iPhone-Version von Safari laufen müssen. Eine browserunabhängige Software soll es auf dem iPhone nicht geben.

Diese Programme lassen sich dann jedoch mit anderen iPhone- oder Web-Anwendungen wie Sprachsteuerung, E-Mail und Google-Maps verknüpfen. Apple-Chef Steve Jobs vergleicht die Freigabe von Safari für Windows bereits mit der Freigabe von iTunes für Windows im Jahr 2003. Jobs führte an, dass "der iPod heute viel mehr von Microsoft-Anwendern als von den Mac-Usern" genutzt werde.

Für Apple ist die Position, es auf einen Browserkampf ankommen zu lassen, allerdings ausbaufähig: Apple hat bisher nur 5 Prozent Marktanteil bei den Web-Browsern und liegt damit weit hinter Microsofts Internet Explorer und Mozillas Firefox zurück. Da jetzt erstmals alle Windows-User auch den Apple-Browser herunterladen können, hofft Jobs diesen Marktanteil erheblich ausbauen zu können. Doch McGuire ist da skeptisch. Für McGuire ist klar, dass es bei dieser Freigabe ausschließlich um das iPhone gehe. "Safari hat zwar einige interessante Features, aber ich bezweifle, dass es von vielen Windows-Usern als Hauptbrowser verwendet werden wird", sagte der Analyst. Seiner Ansicht nach nutzten die wenigsten Anwender mehrere Browser. Ein kompletter Wechsel von Firefox oder dem Internet Explorer auf Safari sei höchst unwahrscheinlich.

Etwas greifbarer wirkten da die Details, die Steve Jobs zu 'Leopard' nannte, dem neuen Betriebssystem, das bisher noch seinen Projektnamen trägt. Boot Camp zum Beispiel wird so weiterentwickelt, wie ursprünglich gedacht, also nur als Starthilfe für das Laden des jeweiligen Betriebssystems. Eine Verwendung von Windows unter Mac OS wird Programmen wie 'Parallels' überlassen, für welche Jobs seine ausdrückliche Unterstützung zusicherte.

Derzeit nutzen Jobs zufolge 22 Millionen Nutzer Mac OS X.  Die neue Version soll mit 300 neuen Funktionen aufwarten, hieß es auf der Konferenz in San Francisco. Der neue Desktop soll Funktionen in 3D mitbringen. Außerdem soll mit 'Stacks' ein neues Folder-System integriert werden, das das Dateimanagement erleichtern soll. Der Datei-Browser 'Finder' soll in Leopard noch weiter verfeinert worden sein. Vor allem sei er übersichtlicher gemacht worden, hieß es.

Eine neue Remote-Zugriffsfunktion kommt mit 'Back to my Mac'. Sie verspricht Zugriff auf die gewohnte Umgebung von nahezu überall aus. Quicklook erlaubt die Schnellansicht vieler gängiger Dateiformate, ohne diese öffnen zu müssen. Nicht zuletzt hob der Mitgründer des Konzerns hervor, dass mit 'Leopard' die 64-Bit-Technik zum Standard werden soll. Allerdings gilt es noch etwas auf diese Funktionen zu warten: Leopard soll erst Ende des Jahres auf den Markt kommen. Eine entsprechende Beta-Version von Safari 3.0 für Windows XP und Vista sowie für Mac OS X Tiger ist aber ab sofort zum Download frei gegeben.


 
ADOBES RUNTIME-PROJEKT ALS BETA VERFÜGBAR PDF E-Mail
Dienstag, 12. Juni 2007

Der Softwarehersteller Adobe hat jetzt sein Runtime-Projekt als Betaversion freigegeben.

Das Projekt trug vormals den Namen Apollo. Jetzt wird die Entwicklungsumgebung unter dem Namen 'AIR', also 'Adobe Integrated Runtime' vermarktet.

Damit sollen Entwickler für Web-Entwicklungen wie HTML, Flash und Javascript Anwendungen bauen können. Vom Browser aus seien diese Softwarebausteine nahtlos integrierbar in die auf dem System laufenden Desktop-Programme. Damit geht Adobe den Weg in die Richtung so genannter 'WebTop-Anwendungen', das ist in Desktop-Lösungen integrierte, webbasierte Software mit Funktionen für Rich Internet Applications.

Im Gegensatz zur Alphaversion verfügt die Beta von AIR über eine voll funktionsfähige HTML-Engine, Drag&Drop-Elemente für Files, sowie Unterstützung für PDF. Die Betaversion steht für Entwickler auf der Homepage des Unternehmens zum kostenlosen Download bereit. Sie ist allerdings bisher nur für Windows- und Mac-OSX-Systeme tauglich.


 
APPLE WIRD FILM-DOWNLOAD STARTEN PDF E-Mail
Dienstag, 12. Juni 2007
Apple will mit einem neuen Film-Multimedia-Angebot punkten.

Dafür hat der Apple Konzern mehrere Partnerschaften mit Hollywoods Filmstudios eingefädelt. In einem Bericht der britischen Fiancial Times war von den größten Filmstudios die Rede.

Paramount Pictures soll sich mit dem Gedanken an eine Partnerschaft mit Apple angefreundet haben, während Universal Studios abgelehnt haben soll. Demnach sollen von Apple vertriebene Filme im iTunes-Store abgelegt und vorgehalten werden. Der Konzern soll über ein Video-on-Demand-Angebot nachdenken, hieß es.

Der Videoverleih dürfte vor allem in den USA für Apple lukrativ werden, da hier die Gebühren für Satelliten- und Kabelfernsehen oder andere Fernsehangebote hoch sind. Außerdem könnten eigene Videos dem eigenen Geschäft nützen: Apples TV-Box iTV soll zwar nicht gerade wie Blei in den Regalen liegen, sei aber vom erhofften Umsatz noch weit entfernt. Die TV-Box, die bislang nur bereits aufgenommene digitale Filme mit dem Fernsehgerät synchronisiert und das Abspielen ermöglicht, soll durch ein darauf zugeschnittenes Apple-Angebot attraktiver werden.


 
OS-DESIGN BEI MICROSOFT WIE "MILITÄRMARSCH", BEI APPLE WIE "JAZZ" PDF E-Mail
Freitag, 8. Juni 2007
Bei Microsoft und Apple werden Software-Suiten nach ganz unterschiedlichen Vorgehensweisen gebaut. Während hier Zeitpläne wichtig sind und von "Kunst statt Wissenschaft" geredet wird, lassen die anderen gute Ideen "einfach kommen".

Craig Mundie, Chief Research and Strategy Officer von Microsoft, sagte auf einer Konferenz  in Brüssel, wie er sich erklärt, dass Software aus Redmond so oft gepatcht und erneuert werden muss, und die Nacharbeiten nicht enden wollen. Er sagt, das liege daran, dass Softwaredesign heute noch eher eine Kunst als eine Wissenschaft sei.

Er zeigte sich vor den anwesenden Wagniskapitalisten der Tatsache bewusst, dass das Web eine echte Herausforderung für die Betriebssysteme der Zukunft wird. Einerseits sagte er, dass die Menschheit in eine Viel-Geräte-Welt eintreten werde und von jedem Einzelgerät aus eine gute Verbindung sowie Zugriff auf Allesmögliche erwarte. Die Menschen wollen demnach bei Bedarf sowohl Integration als auch nutzabhängige Trennung der Eingabegeräte. Zum anderen sehe er Web Services als vitale Neuerung, die Microsoft beherrschen muss.

Damit hierbei das klassische Desktop-Betriebssystem nicht auf der Strecke bleibt, müsse die Software kontinuierlich verbessert werden. Er verwahrte sich dagegen, dass die ständigen Updates und Patch-Zyklen und Patches für Patches, die die Anwender manchmal Zeit und Nerven kosten, ein Manko an der Redmonder Software an sich seien, das noch dazu einfach abzustellen wäre. Das liege vielmehr daran, dass sich mit der Geschwindigkeit, wie Software sich weiter entwickle, eben auch die Komplexität wachse, zitierte ihn die US-Presse. Also stehe die Aufgabe, binnen fünf bis zehn Jahren für die Software eine Lösung der Komplexitätsfragen zu finden. Und außerdem: "Das Problem ist, dass die Softwareentwicklung heute eine ziemliche Mühe ist, aber sie ist noch nicht zu einem ingenieurhaften Prozess gediehen; sie ist immer noch eine Kunstform."

Wie um dies zu bestätigen, sprachen ehemalige Mitarbeiter der Entwicklungsabteilungen für Software bei Apple und Microsoft in derselben Terminologie. Für den Neubau eines Betriebssystems würden die jeweiligen Chefs ganz verschieden vorgehen, hieß es. Vergleichbar mit "Militärmarsch" hier - und "Jazz" dort. So wurde Steven Sinofsky, dem Chefentwickler des Windows-Betriebssystems nachgesagt, er sei immer umfassend informiert, kenne jedes Detail und lege großen Wert auf Genauigkeit und vor allem auf die Einhaltung der Zeitpläne. Er sehe immer das ganze Projekt und sei ein strenger "Terminjäger", sagte ihm ein ehemaliger Mitarbeiter nach, der gegenüber einer US-Zeitung lieber anonym bleiben wollte. Microsoft soll sich angeblich damit beschäftigen, die Web-Anforderungen an ein Betriebssystem zu berücksichtigen und die Software somit modern zu halten, um so gegen neue, schnelle Web-Entwicklungen anzustinken. Der einfachste Weg dorthin sei, die Windows-Welt zu modularisieren, spekulierte Michael A. Cusumano, ein Professor der Wirtschaftsabteilung des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Von Bertrand Serlet, dem Chefentwickler der neuen Mac-Version, hieß es hingegen, er haben gern ein bisschen kreatives Chaos. Die ihm angeblich "blind ergebenen" Programmierer würden mehr nach neuen Ideen gefragt, denn nach dem minutiösen Fortschritt ihrer Arbeit. Hier werde der Ansatz verfolgt, über die Vielfalt an sehr erfolgreichen Geräten, die Apple auch weiterhin auf den Markt bringen will, die Betriebssysteme einzubinden und interessant zu halten. Ehemalige Programmierer, die bei beiden Firmen innerhalb der Armada tätig waren, die für die großen Betriebssysteme gebraucht wird, wollten aber weder auf den einen, noch auf den anderen Ex-Chef etwas kommen lassen. Sie seien eben verschieden und jeder auf seine Art sehr gut, in dem was er tut, hieß es in dem Bericht. Im Jahr 2009 sollen Serlet und Sinofsky wieder direkt gegeneinander antreten: Dann sollen neue Versionen von Windows und Apple Mac auf den Markt kommen.


 
GOOGLE ÜBERPRÜFT WEBSERVER PDF E-Mail
Freitag, 8. Juni 2007
Sites, die auf Microsofts Web Server laufen, enthalten wahrscheinlicher Schadsoftware als Seiten auf den Web Servern anderer Hersteller.

Das hat eine Studie des 'Anti-Malware Teams' von Google ergeben. Die Google Experten untersuchten dafür 70.000 Domains, die Malware oder Schadcode lieferten.

Microsofts IIS (Internet Information Services) wird im Vergleich zum Apache Web Server ungefähr doppelt so oft eingesetzt, um Schadsoftware zu verteilen, schrieb der Google-Mitarbeiter Nagendra Modadugu in einem Blogeintrag.

Modadugu warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Einige Server fungierten nach einem Hackereinbruch als Malware-Schleuder. Andere, weil ihre Administratoren sie dazu gemacht hätten, so der Google-Mitarbeiter.

Demnach variiert der 'Malware Server der Wahl' von Region zu Region. In China und Indien komme die Schadsoftware vor allem von Microsofts IIS, hieß es. Das könne daran liegen, dass es sich um illegal kopierte Software handele, die keine Security Updates erhalte. In den USA und in Deutschland stamme die Malware dagegen vor allem von Apache Web Servern.

Es sei leichter, einen ISS Web Server zu betreiben als einen Apache Web Server, sagte Cesar Cerrudo, CEO des Sicherheitsspezialisten Argeniss, dem Branchendienst Infoworld. Die Google-Studie müsse weiter verfeinert werden. So behaupte Google, 70.000 Domains untersucht zu haben. "Was ist aber, wenn davon 5000 Domains auf demselben Web Server in China laufen?"


 
DIE NEUE ADOBE LIVECYLCE SUITE PDF E-Mail
Dienstag, 5. Juni 2007
Die neue 'LiveCycle Enterprise Suite' von Adobe Systems soll Kunden bei der Prozessautomatisierung helfen.

Dahinter verbirgt sich eine neue Produktfamilie, die die bekanntesten Techniken des Dokumenten-Softwareherstellers enthält: Adobe Flex und PDF. So sollen die Geschäftsprozesse leichter zu optimieren sein.

LiveCycle ES integriert die Funktionalitäten und Möglichkeiten von Adobe Flex und der PDF-Technologie und nutzt für die Reichweite den hauseigenen 'Flash Player' und den 'Reader'. Die Einbindung von Kunden und Partnern in die Prozesse sei so einfacher und schneller zu bewerkstelligen.

Das Produkt beinhaltet skalierbare Komponenten, mit denen sich kundenorientierte Geschäftsprozesse aufbauen, verwalten und optimieren lassen, wie Form Guides und Flash-basierte Grafiken. Das heißt, sobald die Informationen erfasst sind, automatisiert LiveCycle ES die Weiterverarbeitung dieser Daten, also den Abgleich mit bestehenden Verarbeitungsregeln sowie die Ablage in Datenspeichern und Integration in Web Services. Die Funktionen zur Datenausgabe, wie interaktive Dashboards und dynamische Lösungen zum Hochleistungsdruck, sollen das Produkt abrunden. Ein Rechte-Management, Funktionen zur Zertifizierung von Dokumenten und für die elektronische Signatur sollen für Sicherheit sorgen. Adobe wird LiveCycle ES in zwei Versionen veröffentlichen: als LiveCycle ES Business Transformation Edition und LiveCycle ES Data Capture Edition. Beide Versionen werden voraussichtlich im Juli verfügbar sein.


CDX | Mac Service | Apple Service | Computer Service

 
US BEHÖRDEN VERHAFTEN DEN SPAM-KÖNIG PDF E-Mail
Montag, 4. Juni 2007
Die US-Polizei hat Robert Alan Soloway verhaftet. Soloway ist auch als der 'Seattle Spammer' bekannt.

Die Anklageschrift umfasst 35 Punkte und ist das Ergebnis gemeinsamer Ermittlungen des FBI, der Steuerfahndung, der US-Post und einer Einheit des Justizministeriums.

Soloway ist der Besitzer von Newport Internet Marketing. Mit diesem Unternehmen soll er in zehn Fällen Postbetrug, in fünf Fällen Telefonbetrug, in zwei Fällen E-Mail Betrug, in fünf Fällen Identitätsdiebstahl und in 13 Fällen Geldwäsche betrieben haben.

"Spam ist eine Plage und Soloway hat sie im ganz großen Stil im Internet verbreitet. Wir nannten ihn Spam-König, weil er für Millionen von Spam-E-Mails verantwortlich ist", sagte Jeffrey Sullivan, Staatsanwalt im US-Staates Washington und für diesen Fall zuständig.

Soloway ist angeklagt, Webseiten und mehr als 50 Domains betrieben zu haben, auf denen er einen E-Mail-Service anbot, der sich angeblich nur an Personen richtet, die den E-Mails ausdrücklich zugestimmt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit diesen Falschangaben rechtschaffene Unternehmen dazu gebracht zu haben, Marketing-Tools zu kaufen. Doch diese entpuppten sich später als Spam-Tools. Wenn sich die Firmen darüber beschwerten, wurden sie von Soloway mit Drohungen eingeschüchtert, so die Staatsanwaltschaft.

Der vermeintliche Spammer wird zudem verdächtigt, mehr als 2000 Proxy-Computer als Botnet betrieben zu haben, um darüber Spam zu verbreiten. Außerdem soll er E-Mail- und Domainnamen gestohlen haben, um darüber Spam zu verschicken. Die Aktivitäten beziehen sich alle auf den Zeitraum zwischen November 2003 und Mai 2007.

Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen das gesamte Vermögen Soloways und seiner Firma beschlagnahmt und ihm einen Pflichtverteidiger zugewiesen. Soloway hat in allen Anklagepunkten auf 'nicht schuldig' plädiert.


 
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